{"id":1315,"date":"2026-07-20T19:22:45","date_gmt":"2026-07-20T19:22:45","guid":{"rendered":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/?page_id=1315"},"modified":"2026-07-27T20:22:17","modified_gmt":"2026-07-27T20:22:17","slug":"buch-3-die-transformation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/buch-3-die-transformation\/","title":{"rendered":"Buch 3 &#8211; Die Transformation"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center is-style-small-text has-main-3-color has-text-color has-link-color wp-elements-a00f315aa4990f45f30a6637dcb17461 wp-block-paragraph\">Teil 1<\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Von der verblassenden Wut<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8230;. hin zur Trauigkeit. Meister Li meinte neulich, die Milz sei Ursache f\u00fcr Traurigkeit. Also, die Fehlfunktion, nehme ich an. Wir reden nur zwischen T\u00fcr und Angel, er gibt seine Ansichten nach Beobachtungen ab. Er ist Mediziner der Traditionellen Chinesischen Medizin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ich soeben das Wasser aufkochen lie\u00df, und nebenher in der K\u00fcche etwas aufr\u00e4umte, wurde mir klar, dass es heute wieder Zeit geworden sein w\u00fcrde, zu schreiben. Ich hatte eine wochenlange Pause eingelegt, und hatte vorgestern mein Familienuniversum bearbeitet &#8211; heute also meine pers\u00f6nliche Arbeit hier. Es waren verschiedene Gedanken, die mir durch den Kopf gingen, und ich wei\u00df auch gar keine Einzelheiten mehr. Nur das Wort und das damit verbundene Gef\u00fchl der Schwermut blieb haften. Schwermut. Und das zu einer Zeit, in der Nachrichten \u00fcber get\u00f6tete Menschen an mir vorbeigleiten, als h\u00e4tte ich Wasser \u00fcber einge\u00f6lte Haut gesch\u00fcttet. Nun ja, es sind so Tage zurzeit, da ich scheinbar &#8211; nach Wochen der emotionalen Schwerstarbeit &#8211; Gef\u00fchle unterdr\u00fccken muss, um weiter existieren zu k\u00f6nnen. Und wer schon mal langfristig Gef\u00fchle unterdr\u00fcckt hatte, wei\u00df vielleicht, das hat mit existieren nur insofern zu tun, als das man dahin vegetiert &#8211; gewisserma\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, Gef\u00fchle unterdr\u00fccken, um zu existieren. Denke ich zur\u00fcck an den Tag beim Kardiologen neulich, als ich zum wiederholten Mal die Geschichte meiner Namens\u00e4nderung erw\u00e4hnte, und auf jemanden traf, die nicht mitdenken wollte, fauchte ich sie derart an, dass selbst ich \u00fcberrascht war. Es ging glimpflich aus. Frauen gegen\u00fcber so aufzutreten, hei\u00dft meist, daraufhin Verst\u00e4ndnis retourniert zu bekommen. Das ist schon ein riesiger Vorteil, allerdings wohl auch nur dann, wenn die Karten offen auf dem Tisch liegen. Danke vielmals.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schwermut. Wenn Wut sich also aufmacht, und versiegt, und an anderer Stelle als Quelle der Traurigkeit wieder empor quillt. Ist das so? W\u00fcrdest du das unterschreiben? Ich bin nicht so ganz sicher, mit solchen Posttraumatischen Belastungsst\u00f6rungen habe ich im Grunde wenig Erfahrung, wenngleich dies die dritte ist. Also habe ich relativ viel Erfahrung damit. Okay. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedenfalls wurde mir dann klar, als ich mich S\u00fcdwest-orientiert, wie von der Autorin des traditionell ausgerichteten Feng-Shui-Buches empfohlen, hinsetzte, und schreiben wollte, dass es nicht ausreicht, nach dieser Pause, Buch II heute zu vervollst\u00e4ndigen, da mittlerweile zu viel passiert war. Auch das Thema w\u00e4re verfehlt. Deshalb: Buch 3. Herzlich Willkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lustig ist allerdings, dass seit diesem Jahr, seit dem Bewusstsein \u00fcber diese toxisch gef\u00fchrte Beziehung zu mir durch meinen Adoptivvater, Analogien auftauchen, im Alltag, die das Verst\u00e4ndnis eben \u00fcber die aktuelle Situation erleichtern und direkt zug\u00e4nglich machen. War es also zun\u00e4chst die Beziehung zwischen Europa und den USA, ist es seit gestern der ziemlich verstopfte Abfluss des Waschbeckens in meiner K\u00fcche. Das bringt mich nun wirklich zum Schmunzeln. Die Parallelen sind verbl\u00fcffend, und die L\u00f6sungsans\u00e4tze wirklich vergleichbar. Das macht es ja so lustig. Aber vielleicht muss man es erleben, um es zu verstehen. Ich wei\u00df es nicht genau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedenfalls hatte ich heute einen weiteren Termin &#8211; mit ver\u00e4ndertem Hintergedanken allerdings &#8211; bei meiner aktuellen Psychologin verabredet. Und prompt reagierte mein Unterbewusstsein mit einer milden Angstattacke. Gut. Vorletzte Woche, nach dem ich ihre Praxis verlie\u00df, hatte ich mit einer schwerwiegenden Angstattacke zu leben. Das war was. Doch ich hielt und halte am Termin fest. Warum? Fragte ich mich auch. Ganz einfach, das Problem des &#8222;Was-genau-will-ich-eigentlich?&#8220; abzugehen im Sinne von Aufarbeitung durch bewusste Ver\u00e4nderung, und nicht durch Vermeidung und Komplettverweigerung. Jedenfalls halte ich es f\u00fcr sinnvoll, die therapeutische Beziehung anzupassen. Nicht mehr zur\u00fcck in der Zeit zu gehen, und schauen und erz\u00e4hlen, was los war, sondern eben aktuelle und akute Probleme angehen, (davon gibt es genug), und dar\u00fcber sprechen. Das klingt nach einer Strategie, mit der ich dann auch ganzheitlich leben kann. Getestet hatte ich die Frau ja jetzt genug. Meine G\u00fcte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine etwas bittere Erkenntnis kam dadurch allerdings zum Vorschein: Das Thema Traumatisierung ist abgeschlossen. Zumindest das erste schwere Trauma, die sadistisch sexuellen \u00dcbergriffe auf mich sind versiegelt. Ich hatte ein, zwei Momente der Trauer und Traurigkeit, und Wehmut nach, was w\u00e4re wenn das nicht passiert w\u00e4re, doch es ist Geschichte. Punkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schweres Trauma zwei: Die toxische Beziehung&#8230;. ? Tja, was soll ich sagen? Ein Kranker, der Menschen manipuliert, und ich als hochgradig sensibler Junge und mittlerweile Mann, reagierte mit aller Konsequenz und brach nicht, aber ver\u00e4nderte mein Wesen. Was kann man dagegen tun? Nichts. Zumindest nicht viel. So ist das Leben. Doch den Namen will ich nicht mehr tragen. Punkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schweres Trauma drei: Zwangsweises verabreichen von zwei Mal 10 Milligramm Beruhigungsmittel, \u00fcberfl\u00fcssigerweise, und erstmalige Fixierung an ein Bett \u00fcber neun Stunden. Das. Ist. Nicht. Vorbei. Danke. Doch was kann ich dagegen tun? Allein? Allein, nicht viel. Andere, Gehilfen sozusagen, m\u00fcssen ihre Dienste vollziehen, in Form von Unterst\u00fctzung \u00fcber L\u00f6sungswege und zu erfahrende Wiedergutmachungen, Juristinnen und Juristen m\u00f6glicherweise. Das ist die Krux in einem Rechtsstaat. Man wird verdammt zum Unterdr\u00fccken von Gef\u00fchlen, und zum Strategisieren. Das kann Spa\u00df machen, wenn man darin ge\u00fcbt ist, doch es kann schnell ausarten. Man ja mit Wahnsinnigen zu tun. Im wahrsten Sinne des Wortes. Den Gr\u00fcndungsv\u00e4tern &#8211; wenn auch nur indirekt &#8211; der Rechtsstaatlichkeit, in Verbindung mit B\u00fcrokratie. <\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Von der verblassenden Traurigkeit<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Teil 1<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8230;. hin zu Kopfentscheidungen. Oder durch Kopfentscheidungen? Verblassende Gef\u00fchle, durch Kopfentscheidungen? Hm, &#8230; was wie ein Wortspiel klingt, ist ein Holzweg. Tats\u00e4chlich funktioniert alles ganz normal, wenn man davon ausgeht, dass alle Erkenntnisse und Ereignisse der letzten vierzehn Monate nicht stattgefunden haben. Und somit alles beim alten. Ist oder w\u00e4re. Ein Schlamassel. Tats\u00e4chlich ist meine Stimmung aktuell schwierig zu ermitteln, da Kopfentscheidungen oft zu negativen Gef\u00fchlen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, wer freut sich denn da? Schon klar. Sollte er es lesen, wird jetzt wahrscheinlich viel gel\u00e4chelt. So zumindest kenne ich das. Gel\u00e4chter nun weniger, mittlerweile vielleicht Stirnrunzeln und verletzte Eitelkeit. Weniger L\u00e4cheln jetzt wahrscheinlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessante Situation, oder nicht? Das ehemalige Opfer schreibt seine Geschichte, und Gedanken, und Gef\u00fchle, und verarbeitet diese wahnsinnige Geschichte voller \u2013 ja \u2013 Irrsinn und nicht nachvollziehbarer Strategien \u2013 nicht nachvollziehbar f\u00fcr normal Sterbliche. Aber unsereins, getrieben von Kranken, und hinein bugsiert in die Krankheit, erleben auch eben in jener, kurz vor dem Kippen, eben in die weiten Ebenen voller Irrg\u00e4rten aus M\u00f6glichkeiten, \u00e4u\u00dferst klare Momente, ohne die dieser Irrsinn gar nicht zu fassen w\u00e4re. Das ist doch interessant, oder nicht? Das ist nun einmal Leben vom feinsten. Wie hei\u00dfen diese Figuren, Maruschka? Der sinnbildliche Gegensatz sozusagen. Ha. Ja. Leben wir hier keines folgen, zumindest heute nicht. Daher Gegensatz. Eh klar. Aber was ja nicht ist, kann ja noch werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber eines ist nun anders: Meine Gef\u00fchlslage. Tats\u00e4chlich. Entspannung unter dem Solar Plexus. Mir f\u00e4llt nun leider nicht die deutsche Bezeichnung dieses Nervenzentrums ein. Bauch? Haha. Danke. Ja. Das ist wirklich besser. Also, wohin geht die Reise nun?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterdr\u00fcckte Gef\u00fchle. Seltsame Geschichte. Freude. Wut. Traurigkeit. Und nun Gelassenheit. Seltsame Geschichte.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Die Umkehr<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also, das ist schon kurios: So viel Zorn \u00fcber eine Situation, die in einer Sackgasse zu enden scheint, und in welcher unklar ist, auf welcher Wissensgrundlage die Frau gegen\u00fcber eine Position einnimmt, macht nachdenklich. Einerseits ist es nat\u00fcrlich gut, das Gef\u00fchl zu erleben, aber in dem \u00dcberma\u00df, dass ich nun direkt zur Wei\u00dfglut komme, ist \u00fcberraschend. Vermutlich l\u00f6st sich da etwas. Auch wenn ich \u00fcber die eingefahrenen Wege nachdenke, die ich eben innerhalb dieses &#8222;Rodeos&#8220; durch denke. Das ist alles andere als gesund. Gen\u00e4hrt &#8211; ohne allzu sehr ins Detail gehen zu wollen &#8211; wird dieser Zorn dadurch, dass ich den Verdacht hege, dass eben die Gegen\u00fcber etwas kategorisch ablehnt, und mein Vorschlag gar nicht mehr erwogen wird. Allerdings, allein der Umstand, dass ich immer noch darauf &#8222;herumreite&#8220;, zeigt ja deutlich, dass hier quasi der Schiffbruch getriggert wird. Sehr merkw\u00fcrdig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den vergangenen Gespr\u00e4chen und Sitzungen mit der Psychotherapeutin, vielen h\u00e4ufig die von ihr erw\u00e4hnten Begriffe, wie Ohnmacht und Hilflosigkeit. Diese st\u00f6rten mich, tun es gewisserma\u00dfen immer noch. Es ist anders. es ist eine Art Ausgeliefert-Sein, das schon, aber es ist keine Ohnmacht und keine Hilflosigkeit. Da gibt es &#8211; zumindest f\u00fcr mich &#8211; einen hauchfeinen Unterschied. Die Sache ist ja die, in einer jeden Situation gibt es einen Ausweg, man kann ihn nur nicht benutzen in vielen F\u00e4llen. Oder ich wollte ihn nicht benutzen, nach kurzem Abw\u00e4gen der Situation. Es ist schon so, dass man da einen Amokl\u00e4ufer auf sich zukommen sieht, und man im Grunde wei\u00df, was nun passiert, doch die Entscheidung, sich zur Wehr zu setzen, wenn man ausgeliefert scheint, und dies dann zu ungeahnten Konsequenzen f\u00fchren w\u00fcrde, &#8230;. im Gegensatz zu der eher milden Variante, diesen Gewaltakt kurzerhand \u00fcber sich ergehen zu lassen, um dann weiter an \u00dcberlebens- und Vermeidungsstrategien zu feilen, ist ja meist schnell gef\u00e4llt. Ich habe jetzt tats\u00e4chlich einen konkreten Fall vor Augen. Und vielleicht will ich mir wirklich nur, Ohnmacht und Hilflosigkeit in jener Situation nicht eingestehen, und doch nur eine milde Form von Ausgeliefert-Sein &#8211; egal welche Entscheidung man trifft\/ ich getroffen hatte, doch w\u00e4re die Alternative wahrscheinlich schwieriger zu handhaben gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Egal, jetzt. Das ist schwierig und m\u00fchselig und gewisserma\u00dfen auch \u00fcberfl\u00fcssig. Doch es scheint, da hatte sich gerade, wenn es um diese feinen Spitzen der Bevormundung geht, also aktuell, quasi ein riesiger Felsbrocken gel\u00f6st und m\u00e4chtig Wirbel verursacht. Ich wei\u00df nun gar nicht, ob ich das veranschaulichen konnte, doch wird mich dieses Thema durch den heutigen Tag sicher noch begleiten, von daher ist es noch nicht zuende.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend ich das Vorhergehende so schrieb, viel mir ein, was meine Lehrerin, nach der ersten Schulklasse, sinngem\u00e4\u00df in mein Zeugnis geschrieben hatte: &#8222;&#8230; setzt sich bei Konflikten energischer durch, als es n\u00f6tig w\u00e4re.&#8220; Tja, da schlie\u00dft sich dann wohl ein Kreis.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-bdf5e888 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Samstag, 25.07.2026, 5:05 Uhr<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So wie das heute Nacht aussieht, lehne ich mich in den Stuhl zur\u00fcck und lasse mich \u2013 ein kleines bisschen &#8211; von alten Gewohnheiten beherrschen: Die Nacht durchmachen, auf verschiedenen Ebenen Erotik und Pornographie konsumieren, und etwas arbeiten. Tats\u00e4chlich nenne ich das \u201eUrlaub\u201c. Im Urlaub arbeite ich. Doch ich lebe im Urlaub \u2013 in meiner eigens kreierten Fassung \u2013 vor allem nachts. Das ist richtig Erholung f\u00fcr mich. Es ist keine Erholung, an fremde Orte zu gehen und ausschlie\u00dflich fremde Menschen um mich herum zu haben. Und jedes Jahr an den selben, weit entfernten Ort zu fahren, aknn ich mir aktuell nicht leisten, und au\u00dferdem w\u00fcrde ich das auch gar nicht wollen \u2013 ich brauche kein Alternativ-Zuhause. Ich bin gl\u00fccklich hier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sowieso: Es geht bergauf. Auch was die Arbeit angeht. Durch mein Wesen habe ich einen 1400 Euro Auftrag an Land gezogen \u2013 quasi. Ein Tauschgesch\u00e4ft. Es kostet mich M\u00fche, Knowhow und etwas Geld, und erhalte daf\u00fcr einen Kurs in Tai Chi. Das ist wertvoll. Wertvoller geht es kaum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun, was die Pornographie auf verschiedenen Ebenen angeht, das muss ic erl\u00e4utern. Tats\u00e4chlich ist das meiste von diesem Inhalt nicht sexuell stimulierend. Mehr noch, we das stimulierend findet, ist ein problematischer Charakter. Tats\u00e4chlich wurde ich Zeuge, auf einer Cam und Chat Plattform, wie jemand \u2013 offensichtlich ein Mann, Geld bezahlte, um zu sehen, wie eine Frau auf seine \u201eBestellung\u201c hin, drei Mal geohrfeigt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem war die Frau nackt und lag mit gespreizten, in die Luft gestreckten Beinen auf einem Liegestuhl und sollte zwei M\u00e4nnern als sexuelles Objekt dienen. Und den etwa tausend Zuschauern ebenfalls. Das ist der Tod der Erotik. Ich meine, gut, mein Empfinden von Erotik ist seit f\u00fcnfundvierzig Jahren am Absterben, und was ich schon alles gesehen hatte, und was mich in meiner damaligen Sexsucht erregt hatte, ist auch mehr als nur fragw\u00fcrdig, aber was soll man machen? Was soll ich machen? Ich habe Grenzen getestet, so viel ist sicher, un dzum Gl\u00fcck gibt es auch so etwas wie Verj\u00e4hrungsfristen, doch ich habe nicht \u00fcbertrieben. Also ich habe niemandem direkt geschadet. Dass der Westen \u2013 was der Rest der Welt oder wir unter Westen verstehen -, was den Mainstream angeht, kaputt ist, steht au\u00dfer Frage. Und in sexueller Hinsicht ist das auch der Fall; wobei Generation Z angeblich die Risse kittet, wenn ich das richtig verstanden habe; wenig bis gar kein Sex, bis in ein Alter, wo es schon Menschen gibt, die in diesem Alter bereits Gro\u00dfeltern waren. Das klingt nicht unbedingt vern\u00fcnftig, doch konsequent. Und macht Hoffnung. Es w\u00e4re mehr als nur zum Heulen gewesen, wenn diese Generation, nicht nur mental und psychisch durch Soziale Medien lahmgelegt worden w\u00e4re, sondern auch noch sexuell verkommen, wie diese Generationen an verklemmten Mitl\u00e4ufern, Schweigenden und Gef\u00fchle-Unterdr\u00fcckern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist das nicht traurig, was ich da schreibe? Das ist gar keine Verbitterung, zumindest im Moment nicht, &#8230; es ist auch kein Zynismus, daf\u00fcr bin ich zu sanft. Es ist wohl meine Art der Wahrnehmung und Mittel der aufkommenden Desillusionierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Na ja. Wie auch immer ich das mit intellektuellen Mitteln hinbiegen m\u00f6chte, um dennoch einigerma\u00dfen intelligent r\u00fcber zu kommen, hat nat\u00fcrlich Methode. Wer, wenn nicht wir (ehemalige) opfer von psychopathisch-sadistischen Narzissten, wei\u00df besser, wozu Anerkennung gut ist. In so einem Fall, wie eben in der Beschreibung einer meiner, weit nach meiner Geburt, quasi manuell hinzugef\u00fcgten Erziehungsberechtigten, ist positive Anerkennung wie Wasser, nach einem Tag ohne, in der Gluthitze eines Neosommers. Wow. Wie gescheit ich doch bin: Neosommer. Aber passt ganz gut. Tats\u00e4chlich muss ich gar nicht ironisch, ja selbstironisch werden. Viele irritiert das soweiso: Da ist ein Mann, der einer ist, und wie eine Frau kommuniziert? Verstehen die wenigsten (M\u00e4nner).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letzten Wochen waren enorm interessant. Die Therapie flog mir quasi in dr Form \u00fcberraschenderweise um die Ohren, als dass ich mich in einer ziemlich ausufernden St\u00f6rung wiederfand. Diese w\u00e4re wahrscheinlich sowieso \u00fcber mich hereingebrochen, und wahrscheinlich ahnte ich auch, dass sie auf mich zu kommen w\u00fcrde, denn warum sollte ich mir sonst aus heiterem Himmel (wieder) eine Diplom-Psychologin als chronische Gespr\u00e4chspartnerin suchen? Wie dem auch sei, diese kleinen eloquenten Aufblitzereien, sind quasi das Ergebnis dieser durchgemachten Nacht: Etwas Auftrieb, psychisch. Schlafentzug. Ganz einfaches Hausmittel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das mit dem \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Erotik- und Pornographie-Konsum erkl\u00e4rt sich dann auch sehr schnell: Das war ein enormer Entwicklungsschub. Und um den abzufedern, gehe ich noch einmal etwas zur\u00fcck, also einfach um mich etwas heimisch zu f\u00fchlen. Jaaa. So ist das.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun werde ich einmal eine Pause machen und die Beitr\u00e4ge von dieser Ex-Bankerin und Ihren Finanztipps in mich aufsaugen. Nicht, dass ich Bankerinnen und Bankern Vertrauensvorschuss garantieren w\u00fcrde, aber Ex-B\u00e4nkerinnen und -Bankern schon eher. Vor allem, wenn diese sich halb-\u00f6ffentlich gesellschaftskritisch \u00e4u\u00dfern und sinnvollerweise Poltikverdruss nicht nur zur Schau stellen, sondern auch noch in einer Art Analyse erkl\u00e4ren.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Sonntag, 26.07.2026, 16:30 Uhr<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sind die raren Momente: vier, f\u00fcnf Minuten nach dem Orgasmus. Nicht, dass sich etwas \u00e4ndert, oder ge\u00e4ndert hat. Na, de Wunsch nach Sex ist reduziert. Aber das war er w\u00e4hrend dem Onanieren auch. Die Frage ist nun wirklich, warum genau ich das schreibe? Irgendetwas treibt mich um. Das Wasser braucht noch einen Moment, bis es kocht. Der Wind weht durch die Stadt und rauschende B\u00e4ume begleiten das \u2013 wie die Frau von der Stadtverwaltung meinte &#8211; zeitweise Maschinenger\u00e4usch im Hintergrund. Nach dem Orgasmus. Vor dem Orgasmus. W\u00e4hrend dem Orgasmus. Sex ist f\u00fcr mich tot. Zumindest war so unmittelbar nach dem H\u00f6hepunkt so mein Eindruck, \u00fcber die Situation. Na ja, so empfinde ich das eben jetzt, Single, allein daheim, sozial zur\u00fcckgezogen, entspannt mach dem Training und Unterricht, mit leichten Kopfschmerzen, und etwas \u00fcberm\u00fcdeten Augen. Das Wasser kocht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also, warum schreibe ich das? Weil ich m\u00f6chte, dass man mich versteht, und insbesondere, weil ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hoffnung?, fragte da jemand? Nein? Jeder hofft. Auf eine Art und Weise. Seit dem Zeitpunkt, da uns bewusst wird, dass wir jederzeit sterben k\u00f6nnen, spielt es keine Rolle mehr. Seit wir aber nur wissen, dass wir jederzeit sterben k\u00f6nnen, hoffen wir, und sei es nur insgeheim, dass wir noch nicht so bald, oder bestenfalls doch wie es eigentlich sein sollte &#8211; oder auch nicht \u2013 sterben m\u00f6gen. Aufh\u00f6ren zu hoffen, hei\u00dft, das Leben leben.; zumindest im Kontext des Todes. Hoffen wir, vermeiden wir zu leben. Wir vermeiden im Grunde \u2013 und das wohl oder \u00fcbel aus Unwissenheit \u2013 die Transformation von Wissen zu Bewusstsein. Danke, Doktor Manfred Kuhnle. Ich erw\u00e4hnte ihn ja bereits im ersten Buch, er riet mir, als Gegenmittel zu wenig Lebensenergie: \u201eBewusst leben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fliege fliegt durchs Zimmer. Aus dem Wohnbereich, in den Arbeitsbereich und wieder zur\u00fcck. Sie ist Musik in meinen Ohren, wenngleich es \u00e4u\u00dferst l\u00e4stig ist, wenn sie dann, wenn man im Halbschlaf ist, im Minutentakt im Gesicht absetzt. Kennst du ja bestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sch\u00f6n, wenn man Gemeinsamkeiten hat. Hahah\u00fcstel<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Na ja, die Fliegen. Die Gemeinsamkeiten. Und der Tod. Nein, mir ist nicht langweilig. Ich genie\u00dfe den Sonntag Nachmittag, und schreibe, was ein Ehemals Sexs\u00fcchtiger so denkt und f\u00fchlt, wenn er die \u201eguten, alten Zeiten\u201c wiederaufleben l\u00e4sst. Ein bisschen, so wie 80er-Jahre Musik h\u00f6ren. Tut gut, ab und zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich ist Sex nicht tot f\u00fcr mich. Ich wei\u00df das. Mir ist es nur nicht bewusst. Bewusst wird es mir, wenn ich mich in eine Frau verliebe, und wie bei M. im Garten der Psychiatrie, ihr s\u00fc\u00dfer Duft in meine Nase steigt und ich eine Erektion bekomme, wenn wir f\u00fcnf Zentimeter voneinander entfernt stehen. Das ist der Unterschied.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun, es sind mehrere Fliegen. Und seit M., war eine Schw\u00e4rmerei f\u00fcr S., danach eine verbale Aff\u00e4re mit einer Frau, mit t\u00fcrkischen Wurzeln. Das ist normal. Das fand dann in einem Zeitraum von zwei Jahren statt, in welchem ich nicht nur \u00e4u\u00dferst aktiv, sondern auch sehr aufgeschlossen war. Und abstinent. Von Pornographie. Das ist erw\u00e4hnenswert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jetzt stehe ich da, sitze vielmehr auf dem Stuhl, welcher angeblich in einem Regierungsgeb\u00e4ude in Bonn genutzt worden war, und schreibe. Ich s chreibe. Und schreibe. Und die Fliegen summen umher. Und der Deckel des Kochtopfs klappert. Es ist ein alter Kochtopf, den mir meine Nachbarin E. Von schr\u00e4g gegen\u00fcber der Stra\u00dfe geschenkt hatte, zusammen mit einem kleineren. Sie haben Metalldeckel. Und keine \u00d6ffnung, durch welche der Wasserdampf entweichen k\u00f6nnte, so wie bei Glasdeckeln dies der Fall ist. Es ist, wie kochen in den 80er Jahren. So alt sind die T\u00f6pfe bestimmt. Der Wind rauscht durch die B\u00e4ume, \u00fcber mir ist Tumult, schon wieder vorbei, vielleicht eine Biene, welche meine Nachbarin Frau S. M\u00f6glicherweise erschreckt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fliegen sind ja keine Bienen, hm, ja, allerdings bin ich froh, dass \u00fcberhaupt noch welche da sind, oder wieder. Auf dem Regal in der Ecke links steht ein Glasgef\u00e4\u00df mit Mehl, ein Fliegennest quasi. Die Spinnweben, und nat\u00fcrlich die Spinnen drumherum, lasse ich mittlerweile auch gew\u00e4hren. Ich schaue mir diese oft an, und denke dann daran, dass ich bald mal streichen sollte. Seit dem Jahr Zweitausendneun lebe ich jetzt hier. \u00dcber siebzehn Jahre. Noch nie habe ich irgendwo, so lange gelebt. Noch nie habe ich so unterschiedlich in einer Wohnung gelebt. Verbl\u00fcffend. Ich muss mal die Balkont\u00fcr aufmachen. Die Fliegen werden ganz sch\u00f6n laut. Und der Kochtopf klappert auch schon lange.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kochen kann man, wenn man im Jetzt lebt, und ohne Uhr klar kommt. Und, wenn man will, also nicht m\u00fcsste. Kochen muss man nicht. Man kann ja auch warm machen. Doch dann waren die ungef\u00e4hr f\u00fcnfzehn Fliegen in dem ehemaligen Fleischbeh\u00e4lter dann doch etwas viel. Doch ich koche gerne, zurzeit zwar nicht wirklich abwechslungsreich, doch alles, was es an Nudeln, Reis und wenigstens unbehandeltem Gem\u00fcse so gibt im Discounter oder Supermarkt. F\u00fcnfzehn Fliegen. Haha. Einen Moment lang hatte ich die Idee mit dem Fliegennest dann schon bereut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir ist \u00fcbrigens aufgefallen, oder eingefallen, was ich hier tue. Es ist vergleichbar mit \u201eChristine F. &#8211; Wir Kinder vom Bahnhof Zoo\u201c. Ich werde das noch einmal lesen m\u00fcssen, um zu wissen, was man uns da in der fortf\u00fchrenden Schule zugef\u00fchrt hatte. Prinzipiell ja eine gute Idee, doch irgendwie ist das vergleichbar mit der Hausapotheke einer psychiatrischen Station: Wir geben mal dies, und sehen ja dann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u201eTon\u201c der mitschwingt, bei diesem letzten Satz,gef\u00e4llt mir nicht. Ich bin nah dran, eine gewisse Verbitterung dahingehend zuzulassen, um mit der Angelegenheit &gt;&gt;irgendwie&lt;&lt; umzugehen. Aber so macht das auch keinen Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Problem: Ich bin auf einen medizinischen Sektor gewisserma\u00dfen angewiesen, auch wenn ich nur das N\u00f6tigste in Anspruch nehme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch jetzt werde ich pl\u00f6tzlich m\u00fcde. Seit zwanzig Stunden bin ich nun wach und habe endlich mal wieder gegessen. Sechst Stunden lang war da keine Futterzufuhr.<\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>27.07.2026<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So ein bisschen, ist die Situation schon &#8211; jetzt im Moment oder die letzten Tage \u00fcber -, schreiben, als g\u00e4be es kein Morgen. Und doch dreht sich die Welt weiter, und unsereins, wir, die ehemaligen Opfer, k\u00f6nnen uns nur wundern. Wundern ist gut, wundern verschafft Gelassenheit. Nach der \u00dcberraschung, der Schock, dann die Wut, samt Rachegel\u00fcsten, und dann die Ern\u00fcchterung bis zur Verbitterung, und nun also Gelassenheit. Ja, das klingt ganz logisch. Trauer gab es auch, und heute sogar Sorge. Dies ist \u00fcbrigens die Ausnahme, es ist ja mein Buch. Also, diese Tagbuch-\u00e4hnlichen Eintragungen, welche f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit bestimmt sind. Nun, Trauer war da, weil ich mit meiner Familie brechen musste. Und Sorge, heute, war die, dass ich mich fragte, wie sich der Adoptivvater dann wohl auf dem Sterbebett f\u00fchlen werde m\u00fcssen. Wird ja kein Weg daran vorbeif\u00fchren, zu verinnerlichen, dass man von diesem angeh\u00e4uften Geld und Dingen nichts mitnehmen kann. Also, wie wird das f\u00fcr ihn sein? Dann? Wenn klar ist, das war es? <\/p>\n<\/details>\n<\/details>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Wenn die Sorge aufkommt<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8230;. wahrscheinlich war es das dann noch nicht. Nicht, dass ich es w\u00fcsste, aber ich gehe davon aus mittlerweile, dass wir alle wiederkommen. Dass es mit einem Leben nicht getan sein wird. Das mit der Seele, also intensive Auseinandersetzungen mit mir Selbst haben dazu gef\u00fchrt, diese Annahme zu verinnerlichen. Die Seele als Form der unsterblichen Energie? Was genau ist nun Energie, in diesem Kontext? Darauf lasse ich mich jetzt aber nicht ein. Das kann jede oder jeder, die oder der will selbst ermitteln. Das macht Spa\u00df, denn so ein Konzept &#8211; und das ist jetzt mein Ernst &#8211; schafft richtige Gelassenheit. Nicht materielle G\u00fcter, sondern das Konzept &#8211; soweit m\u00f6glich &#8211; des Lebens zu erforschen und sich weitgehendst f\u00fcr das sinnigste Konzept zu entscheiden, und die Kanten zu schleifen. Ja, denn wenn die Seele unsterblich ist, dann ist der Tod keine Gefahr mehr. Wenn die Seele wiederkommt, dann gilt es ja auch Verantwortung zu \u00fcbernehmen, wenn man allein ist. Und so stellt sich langsam aber sicher Gelassenheit ein. Und dann ist auch der Werdegang kein Spie\u00dfrutenlauf mehr, dann ist der &#8211; mein &#8211; Werdegang ein Weg, zwar des Leids, aber auch der Selbsterkenntnis und inneren Auseinandersetzung mit dem Leben und seinen Wegen und Abwegen. Dann gibt es keinen Holzweg mehr, und keine Fehler, dann ist alles voller Sinn und Zweck, und dann ist beispielsweise das Loslassen von Materie, sei es nun der Wunsch nach einer Immobilie, oder der Blu-ray-Sammlung, oder dem eigenen K\u00f6rper, keine Schwierigkeit mehr, sondern, nur noch Mittel zum Zweck, lange genug zu leben, um lange genug zu leben. Um dann &#8211; das ist jetzt Taoismus in religi\u00f6ser Form &#8211; um die eigenen Fehler seines oder der Vorfahren Leben wieder gut zu machen, und sich selbst weiter zu entwickeln. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Na gut. Das klingt alles anch Esoterik. Ist dem aber nur so, wenn man sich der Materie absolut fremd f\u00fchlt. Nein, Esoterik ist das nicht. Das ist mein Sinn des Lebens. Dar\u00fcber denke und f\u00fchle ich mehr oder weniger sporadisch seit \u00fcber drei\u00dfig Jahren nach. Und es ist kein Geheimnis: Ich mache dies mithilfe von jahrtausenden Jahre alten Beobachtungen und Weisheiten aus dem fernen Osten. Einfach, weil diese Kultur mir am n\u00e4chsten liegt. Aber gut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun ist es so: Die Sorge, was jemand, der mir jahrzehntelang sadistisch orientiertes Leid zugef\u00fcgt hat, auf dem Sterbebett wohl f\u00fchlen wird, ist normal f\u00fcr mich. Es ist auch so, dass es nicht schlecht ist. Es ist normal, was da passiert ist. So formte sich eben das &#8211; mein &#8211; Leben. Ich sehe es auch nicht als Strafe, oder dass dies die Strafe sein wird, durch eine h\u00f6here Macht, oder einen Gott. G. ist wer er ist, und er tut, was er eben tut &#8211; ich kann es nicht guthei\u00dfen. Das ist aber nur meine Sicht der Dinge. Meine Familie scheint das anders zu sehen. Das ist aber widerum nur die Sicht von deren Standpunkt. Also, Wahrnehmung gegen Wahrnehmung? So ist das. Was G. wei\u00df? Er wei\u00df nicht, was er tut. Er wei\u00df, was er will. Und er setzt alle Mittel ein, um das zu erreichen. Das ist sein Problem. Oder besser gesagt, das wird &#8211; meiner Ansicht nach &#8211; sein Problem werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was hat das alles mit mir zu tun? Ich bin froh, dar\u00fcber, wie ich mich entwickelt habe. Ich bin wirklich froh, dass ich \u00fcberlebt habe. Ich bin wirklich froh, dass ich all diese Erfahrungen hinter mir habe, und quasi deren Essenz mit mir trage. Eben, weil ich hingesehen hatte, und weil ich mich erniedrigt hatte, und weil ich mich wieder aus dem Sumpf befreit hatte. Und all dies, ohne allzu gro\u00dfen Schaden genommen zu haben. Nun gut, einen Kollateralschaden hat es schon gegeben, diese Schizoaffektive St\u00f6rung ist kein Kinderspiel&#8230;. doch diese St\u00f6rung ist kein Ballast. Sie ist eine Bereicherung. Das ist keine Floskel. Das ist meine Sicht auf dieses Leben und meinen Weg.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 1<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1315","page","type-page","status-publish","hentry","no-post-thumbnail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1315","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1315"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1315\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1366,"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1315\/revisions\/1366"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}