{"id":992,"date":"2026-01-23T16:33:01","date_gmt":"2026-01-23T16:33:01","guid":{"rendered":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/?page_id=992"},"modified":"2026-07-27T09:36:43","modified_gmt":"2026-07-27T09:36:43","slug":"buch-1-was-mich-in-den-wahnsinn-trieb","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/buch-1-was-mich-in-den-wahnsinn-trieb\/","title":{"rendered":"Buch 1 &#8211; Was mich in den Wahnsinn trieb"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/A-photorealistic-boo-683x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1027\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/A-photorealistic-boo-683x1024.png 683w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/A-photorealistic-boo-200x300.png 200w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/A-photorealistic-boo-768x1152.png 768w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/A-photorealistic-boo-570x855.png 570w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/A-photorealistic-boo.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>The long Way is short<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8211; Was mich in den Wahnsinn trieb<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Von Thomas S<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>01.02.2026 (Rohfassung)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center is-style-small-text has-main-2-color has-text-color has-link-color wp-elements-9eb98a5901df5cc0cdbd7498f8f5fa2c wp-block-paragraph\"><strong>BUCH I<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Teil 1<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Vorgl\u00fchen<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungef\u00e4hr einen Meter Anlauf nehmen, und dann voll drauf dreschen, auf den Fu\u00dfball. G. steht im Tor. Und wie er mir Jahre sp\u00e4ter erz\u00e4hlt hatte, wurde sogar ein Scout der Stuttgarter Kickers auf mich aufmerksam, so eifrig wie ich den Ball schoss; doch diesem gegen\u00fcber wiegelte er ab. Nicht, dass ich, f\u00fcnf Jahre alt, damals Fu\u00dfball damals f\u00fcr das Non-plus-ultra hielt, doch ich brauchte die Aufmerksamkeit unbedingt, und er gab sie mir. Allerdings &#8211; der Preis war hoch. Wirklich, aus heutiger Sicht, war der Preis absolut zu hoch. Doch dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun, das war der Beginn einer, tja, langen Geschichte, die hier in meinen Werdegang intensivst mit hineinspielt, doch nat\u00fcrlich f\u00e4ngt dies alles viel fr\u00fcher an. W\u00fcrde ich ernsthaft scherzen, dann w\u00e4re dies so ungef\u00e4hr vor vier Milliarden Jahren gewesen mit dem Beginn. Ich bleibe bei scherzhaftem Ernst, und beginne vage in 1945.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es g\u00e4be so viel zu erz\u00e4hlen \u00fcber die Menschen aus insbesondere dieser Zeit, in unserem Land ist ja klar, und es g\u00e4be davor, noch so viel anzuh\u00f6ren, von den Vertriebenen aus der Gegend Ostpreu\u00dfens, &#8211; von den gequ\u00e4lten und toten j\u00fcdischen Glaubens, Homosexuellen, Behinderten und psychisch Kranken, von den Angeh\u00f6rigen Sinti und den Roma ganz zu schweigen. Doch der Zug scheint abgefahren, zumindest in meiner Familie. Meine Gro\u00dfmutter H. lebt zwar noch, doch sie wird es wahrscheinlich nicht mehr leisten wollen, und auch nicht mehr k\u00f6nnen; sie ist leider seit Jahren unterfordert, und deutet selbst an, dass sie geistig abgebaut hat. Wer will es ihr etwa \u00fcbelnehmen, ihr, im Fr\u00fchling 1931 geboren und das Leben verbraucht und geopfert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jene Zeit zwischen dem ersten Weltkrieg und vor 1933, muss noch recht angenehm gewesen sein, eben in Ostpreu\u00dfen. Es ist ja weit weg von Bayern, wo ich geboren wurde, und im Laufe der Zeit sickert nur tr\u00f6pfchenweise, hier und da, ab und an mal eine Geschichte durch: Dieser \u00e4ltere Mann, den ich bei einem Spaziergang \u00fcberholte, welcher seiner Begleitung erz\u00e4hlte, dass damals, in Ostpreu\u00dfen, die Welt in Ordnung war. Oder die Reportage \u00fcber &#8222;Ostpreu\u00dfens ruinenhafte Schl\u00f6sser&#8220;, welche offenbarte, dass dies unter anderem eine satte Kornkammer f\u00fcr den Rest des Kontinents gewesen war. Und eben die Schilderungen meiner Oma.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tja, und dann? Diese absolute Horror-Katastrophe Drittes Reich grassierte, und ich schreibe es nicht gern, aber gl\u00fccklicherweise kam dann &#8222;Der Russ&#8220;, wie sie zu sagen pflegt. Und nun bin ich mir nicht ganz sicher, doch gestern, anl\u00e4sslich des diesj\u00e4hrigen einundachtzigsten Jahrestages der Befreiung der Gefangenen aus den Konzentrationslagern der Nazis, waren russische Soldaten ebenfalls Befreier? Aha. Irgendwie hatte ich als Befreier, nur die US-Amerikaner gespeichert. Das tut mir leid. Bitte entschuldigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und leider, ganz allgemein, nat\u00fcrlich irgendwie schon leider, kamen dann gl\u00fccklicherweise die Russen. Ich wiederhole das, nicht nur um den roten Faden wieder aufzunehmen, sondern auch um meine Aussage quasi auf der Zunge zergehen zu lassen, und um diese dann auch zu verstehen. Denn es ist verwirrend, wenn ich so dar\u00fcber nachdenke. Was soll ich sagen? Ich, wie Millionen andere, die nicht geboren worden w\u00e4ren. Was sollen wir denn sagen? Wer nicht geboren worden w\u00e4re, hebt bitte die Hand. Aber war es das wert? Darum geht es nicht, das ist ziemlich \u00fcberfl\u00fcssig, okay. Merke: Du \u00fcbernimmst Altlasten. Na gut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur\u00fcck zu Gro\u00dfmutter H. und ihren Geschwistern. Gefl\u00fcchtet sind sie, nat\u00fcrlich, aus der N\u00e4he von K\u00f6nigsberg, dem heutigen Kaliningrad. Und das \u00fcber den halben Kontinent, hunderte Kilometer \u00fcbers Land. Bis in die Rostocker Umgebung, zumindest wurden da ihre Kinder, also meine Mutter und ihre Schwestern geboren. Was f\u00fcr ein Drama das auf jener Flucht gewesen sein muss. Zum Schlafen totgestellt, im Graben neben der Stra\u00dfe liegend. Federbetten auf Handkarren, \u00fcbers Land mitgeschleppt; Geschwister, eine davon, kaum im Schulalter zu jener Zeit, nebenbei noch aufgezogen und durchgef\u00fcttert. Was muss das unbedingt f\u00fcr ein Chaos gewesen sein? Und ich besch\u00e4ftige mich jetzt fast nur mit nur meiner Familie. Irre ist das doch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie hatte mir nicht viel erz\u00e4hlt gehabt. Leider hatte ich auch wenig nachgefragt gehabt. Sie ist eine sehr empfindsame, und sehr intelligente Frau, und sie bekam in den letzten Jahrzehnten nicht viel von mir mit. Doch sie sp\u00fcrte bestimmt, sie sah bestimmt, bei mir war es auch beziehungsweise nahezu bodenlos ung\u00fcnstig gelaufen. Diese Formulierung ist nat\u00fcrlich irref\u00fchrend. So wie ich sie kenne, meint sie, ich h\u00e4tte mich nicht genug zusammengerissen. Das kann ich ihr nicht \u00fcbelnehmen. Aber hart zu ertragen, ist es dann nat\u00fcrlich schon. Jedenfalls hat sie mit ihrem Gem\u00fct bezahlt, so \u00e4hnlich wie in der Story von Timm Thaler und das verkaufte Lachen. Sie ist schon sehr barsch geworden offenbar, nicht verbittert, einfach hart, zumindest nach au\u00dfen hin; doch ich hatte zuletzt den Eindruck gewonnen, dass sie mit der Welt ihren Frieden gemacht hat. Und was auch interessant ist, wenn man Sie fragt, \u201eWie redest du denn mit mir?\u201c, oder so \u2026., dann findet ein radikaler Switch im Umgangston von ihr statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch es gibt schon ein paar Fragen, die mich besch\u00e4ftigen: &#8211; Wurde Sie denn vergewaltigt? Wie wurden ihre Eltern get\u00f6tet? &#8211; Keine Ahnung. &#8211; Wurde sie geschlagen? &#8211; Aber sicher, so viel hatte sie mir berichtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geschunden wurden sie und die ihren da von den Verwandten, bei denen sie unterkamen, wie sie erz\u00e4hlte. Doch es nahm einen guten Wandel. Fr\u00fch genug, erkannte sie die Zeichen des politischen Wandels im Osten Deutschlands, und ergriff abermals die Flucht mit ihrem mittlerweile angetrauten Ehemann, zog ihren Kindern zwei, drei Lagen Klamotten an und zog weiter, nach Niederbayern, wo sie ein Haus bauten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch dar\u00fcber, \u00fcber diesen Weg, wei\u00df ich wenig. Es erstaunt mich schon, dass ihre Schwestern allesamt in Osterhofen, im Landkreis Deggendorf, untergekommen sind; der Bruder hat sein Gl\u00fcck in Stuttgart gefunden. Auf diesen Zweig der Familie komme ich sp\u00e4ter noch mal; viel gibt es nicht zu berichten, ebenfalls mangels Kontakt und Kenntnis. Allerdings, das, was ich wei\u00df, hat es in sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass ich meinen Gro\u00dfvater Heinz nicht schon fr\u00fcher erw\u00e4hnt hatte, und ihn quasi erst jetzt so direkt nebens\u00e4chlich erw\u00e4hne, liegt an seinem zu Lebzeiten ausgedr\u00fcckten Temperament: ruhig, am\u00fcsant, flei\u00dfig, bescheiden. Zeit seines Berufslebens bei einem der bayerischen Autohersteller, ist er t\u00e4glich sehr fr\u00fch aufgestanden, B\u00e4ckeresque sozusagen, in die Fabrik mit dem Bus, fr\u00fch nach Hause, wiederum fr\u00fch ins Bett; zwischendurch Haus und Garten pflegen, und ein solides Leben f\u00fchren. Sagt sich so einfach dahin, vor meinem geistigen Ohr, &#8222;solides Leben&#8220;&#8230; doch, um ehrlich zu sein, kannte ich ihn kaum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Da flie\u00dft ein gro\u00dfer Fluss, und auf der einen Seite steht ein kleiner Affe. Also, wie kommt der Affe auf die andere Seite? &#8230;. Wei\u00dft du nicht? Na, wenn du gro\u00dfer Affe das nicht wei\u00dft, wie soll dann der kleine Affe das wissen?&#8220; &#8211; sein Lieblingswitz.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"715\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/h._spaete1980er_img20260125_05593926-1024x715.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1028\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/h._spaete1980er_img20260125_05593926-1024x715.jpg 1024w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/h._spaete1980er_img20260125_05593926-300x210.jpg 300w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/h._spaete1980er_img20260125_05593926-768x536.jpg 768w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/h._spaete1980er_img20260125_05593926-1140x796.jpg 1140w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/h._spaete1980er_img20260125_05593926.jpg 1469w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heinz P. circa Mitte der 1980er Jahre.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Schwimmbad, so meinte G. einmal zu mir, h\u00e4tte er meine Mutter angesprochen. Sehr interessant im Grunde, zumindest, wie ich jetzt finde. Zu verstecken gibt es da ja tats\u00e4chlich wenig. Merke: Du \u00fcberinterpretierst. Doch Gelegenheit macht Diebe. Na gut. Und zu seiner Entschuldigung: Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Jedenfalls schien er seitdem, bis zum Ableben meiner Mutter Rosemarie Gisela im Januar 1995, zu ihrem Leben zu geh\u00f6ren, und bis letztes Jahr, dann auch zu meinem. Manche Dinge schleichen sich so ein, in den Alltag, und man merkt es nicht. Zumindest nicht, solange man nicht &#8222;bewusst lebt&#8220;. Kurios und merkw\u00fcrdig ist das gelegentlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doktor Manfred K. sagte das, w\u00e4hrend der Behandlung in seiner Praxis in Balingen einmal zu mir. Es war die Antwort auf die Frage von mir, was man dagegen tun kann? Er stellte fest, dass meine Lebensenergie fast aufgebraucht sei. Ich war ungef\u00e4hr zwanzig Jahre alt, jung zwar noch, aber mitnichten verwundert. Neugierig jedoch, und ich wollte es genauer wissen. Was denn genau, fragst du dich vielleicht zurecht nun? Na, bewusst leben, meine ich. Ha ha. Ich hatte glatt vergessen, das zu erw\u00e4hnen. Ich bohrte im Gespr\u00e4ch nicht weiter nach, sondern entschied mich unbewusst daf\u00fcr, das f\u00fcr mich, in meinem Leben, selbst herauszufinden. Bewusst leben. Tu das mal. Sagt sich so einfach, aber h\u00f6rte man in den 90ern nicht alle Tage. Das ist nicht so einfach, wie bewusst atmen, eher so komplex, wie bewusst bluten, jedoch irgendwie nicht greifbar, ziemlich abstrakt, oder nicht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist nat\u00fcrlich schwierig, ein Buch \u00fcber ein, mein Leben zu schreiben, und darauf zu verzichten, quasi diverse Anklageschriften zu verlesen; insbesondere, wenn es um Menschen geht, die an einer psychiatrischen St\u00f6rung leiden. Doch du wirst vielleicht verstehen, wenn ich hier schreibe, dass dies schon einen bitteren Nachgeschmack hatte, als ich nach f\u00fcnfundvierzig Jahren feststellte und begriff, mit wem genau ich da \u00fcber diesen Zeitraum hinweg nahezu unentwegt gerungen hatte: einem psychopathischen Narzissten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Mutter hatte das vielleicht unbewusst geahnt, &#8211; so zumindest deute ich ihren Gesichtsausdruck auf einer der Fotografien, die G. von ihr in Stuttgart, innerhalb der ersten gemeinsamen Jahre, geschossen hatte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"693\" height=\"1024\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/stuttgart_fruehe1980er_img20260125_05470578-693x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1029\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/stuttgart_fruehe1980er_img20260125_05470578-693x1024.jpg 693w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/stuttgart_fruehe1980er_img20260125_05470578-203x300.jpg 203w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/stuttgart_fruehe1980er_img20260125_05470578-768x1136.jpg 768w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/stuttgart_fruehe1980er_img20260125_05470578-578x855.jpg 578w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/stuttgart_fruehe1980er_img20260125_05470578.jpg 1028w\" sizes=\"(max-width: 693px) 100vw, 693px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rosemarie Gisela circa 1985<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich ahnte es ja auch, dass etwas nicht stimmte, doch ich kam auch einfach irgendwie unter die R\u00e4der. Nun ist einfach in den letzten Jahren, auch durch den ein oder anderen Song zu dieser psychischen Verfassung, ein neues gesellschaftliches Bewusstsein entstanden. Nicht zuletzt durch Donald Trump, ist ja Narzissmus irgendwie schon salonf\u00e4hig geworden; wenngleich Mister Trump nun sicherlich nicht der erste seiner Art ist \u2013 h\u00f6chstwahrscheinlich ist er einer dieser Art -, und doch schon irgendwie, in so einer globalisierten Welt und in vergleichbarer Funktion. Offen gesagt, fand ich es schon befremdlich, dass er einen Auftritt bei der Fernsehserie &#8222;Sex and the City&#8220; hatte. Jedoch, wie ich dann doch irgendwie darauf kam, dass G. psychische K\u00f6rperverletzung betrieb, und daher die Bezeichnung &#8222;psychopatisch&#8220; durch aus berechtigt ist? Hm, kann ich gar nicht genau sagen, denn das ist wie, wenn man jahrzehntelang ein sehr gro\u00dfes Puzzle zusammensetzt, von dem man nicht wei\u00df, wie das Bild aussieht. Man ahnt, und ahnt, und wundert sich, und fl\u00fcchtet, und distanziert sich, und freut sich dennoch \u00fcber Aufmerksamkeit, und seht sich nach Anerkennung. Ein riesiger Haufen Darmfrucht ist das.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles, was ich wirklich bewusst nachvollziehen kann, und des Weiteren so schildernd kann, dass man das, wenn man diese Zeilen liest, spontan begreifen kann ist, dies: Als ich vor wenigen Monaten da an meinem Schreibtisch in meiner Wohnung in M\u00fcnchen sa\u00df, und vertieft in Gedanken in mir, quasi mein Leben durchpfl\u00fcgte, und \u00fcber G. und unsere Beziehung sinnierte, begriff ich schlicht, dass er das ist, was man landl\u00e4ufig unter einem Psychopathen versteht. Und auf diesen mentalen Durchbruch hin, kribbelte mein ganzer K\u00f6rper drei Minuten lang. Das hatte ich nie zuvor erlebt. Und die Entspannung seitdem, ist wirklich ph\u00e4nomenal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tja, Ahnung, ein weites Feld, und wird wohl h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt, die emotionale Ahnung zumindest, wie ich finde. Die meisten werden sich daran, an ihrem Gef\u00fchl orientieren. Ist ja auch normal, in der Regel w\u00e4chst man so auf. Die paar hunderttausend Leute hierzulande, welche das nicht gelernt haben, und folglich (noch) nicht tun, und daher wom\u00f6glich mehr noch: Die, die sich dadurch krasser weise ebenfalls in einer Angstst\u00f6rung wiederfinden oder wiedergefunden haben, k\u00f6nnen wahrscheinlich deutliche Worte finden, wie oder warum man Ahnungen bewusst in sein oder ihr Leben integrieren sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht nicht darum, alles zu im \u00fcbertragenen Sinn zu sezieren. Das nicht. Allerding reflektieren, und tats\u00e4chlich &#8211; wo auch immer du, Manfred Kuhnle, gerade steckst &#8211; bewusst leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, er, Mandfred Kuhnle war es dann auch gewesen, der damals zu mir meinte, &#8222;Darmkrebs, man gehe davon aus, dass dieser psychisch bedingt sei.&#8220; Das war nat\u00fcrlich auch ein hilfreicher Tipp. Das ist jetzt keine Ironie. Auf keinen Fall. Es ist nat\u00fcrlich sehr schwierig, dies nachtr\u00e4glich zu beurteilen, und dazu noch ein quasi fremdes Leben betreffend. Nachkriegskinder, die einen oder mehrere fluchtartige Umz\u00fcge erdulden mussten, oder auch angezettelt hatten, wenngleich auch eventuell aus einer inneren, unter Umst\u00e4nden von Vorfahren \u00fcbernommenen Not heraus, und die zwar lebten, was das Zeug h\u00e4lt, und was die Zeit her gab, mussten sich schon umschauen, vermute ich. Geredet wurde auch bei uns daheim \u00fcber solche Geschichten oder Ereignisse, wie ihre Abtreibung oder Totgeburt, Ahnungen \u00fcber Wesensz\u00fcge von angeheirateten Familienmitgliedern, nicht &#8211; <em>auch <\/em>nicht, wahrscheinlich &#8230;. schade nat\u00fcrlich, aber war oder istdas nicht auch der Plan?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Plan? Wessen Plan? G.s Plan? Gottes Plan? Teufels Plan? Oder doch nur Schicksal? Oder eben Bestandteil evolution\u00e4ren Verhaltens und noch nicht auf dessen To-Do-Liste?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es bleibt ein offenes Geheimnis. Verstorbene nehmen diese Dinge mit ins Grab, und findige Nachfahren buddeln darin und darum herum &#8211; wenn auch nur intellektuell. Eh klar. Aber es regte mich zum Nachdenken an, diese Aussage, &#8222;Darmkrebs? Wahrscheinlich psychisch bedingt.&#8220; Und ich sinnierte lange dar\u00fcber, bis ich das Gef\u00fchl hatte, der Fluss aus Gedanken endete in einem ausgetrockneten Flussbett. Das bringt mich auf ein weiteres Thema, dazu aber sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich war es mein Vater Harald, welcher mir von der Abtreibung erz\u00e4hlte. Der Gedankensprung zur Abtreibung kommt aufgrund einer jahrzehntelang immer wieder durchexerzierten \u00dcberlegung, dass meine Mutter wohl an der von ihr, an sich, eine Abtreibung durchf\u00fchren lie\u00df und daran m\u00f6glicherweise zugrunde ging &#8211; unter anderem nat\u00fcrlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Harald jedenfalls, hatte ein gutes Herz. Zu erkennen ist das unter anderem daran, dass er mir zwar erz\u00e4hlte, dass er meine Mutter zum Abtreiben eines Kindes nach Wien gefahren hatte &#8211; Mitte Ende der 1970er war das gewesen -, er verschwieg aber, dass dies ein Nachkomme, h\u00f6chstwahrscheinlich eines sogenannten sexuellen Fehltrittes geworden w\u00e4re. Fehltritt? Doofes Wort. Sie ging halt angeblich einfach fremd. Meine j\u00fcngste Halbschwester L.-M. N. erz\u00e4hlte mir das w\u00e4hrend eines Chattes einmal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leben, was das Zeug h\u00e4lt &#8211; und die Zeit hergibt. Go for it, ha ha h\u00fcstel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings Folgendes: Bitte nicht falsch verstehen. Es war ihr Leben. Es war ihr K\u00f6rper. Und Frauen haben das uneingeschr\u00e4nkte Recht, \u00fcber diese zu entscheiden. Eh klar &#8211; aber offenbar nicht jeder oder jedem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Na, ich bin mir nicht ganz sicher, aber in der Hinsicht scheine ich etwas von ihr geerbt zu haben. Nun kann man nat\u00fcrlich sagen, ah, was f\u00fcr eine sch\u00f6ne Ausrede, nahezu euphemistisch &#8230; aber tats\u00e4chlich stimmt es schon, dass die letzte Entscheidung nat\u00fcrlich bei mir lag. Und dies fiel oft gegen die Beziehung, in der das &#8222;Subjekt meiner Begierde&#8220; gerade steckte beziehungsweise diese spielte bei meinem Entscheidungsprozess, &#8222;Sex? Ja oder nein?&#8220;, eine untergeordnete Rolle. Ich f\u00fcgte mich gerne. Wem? Dem Schicksal? Meinem Sexualtrieb? Ja, genau. Wei\u00dft du was ich meine? Bitte verurteile mich nicht, ha ha, wir k\u00f6nnen nicht anders. Und was meine ich mit, &#8222;Wir&#8220;? Ist momentan ziemlich undefiniert. Doch ehrlich gesagt, ist oder scheint es mir wichtiger zu sein, meine Gene weiter zu reichen, als Rechtschaffenheit auf unserer Fahne zu unterstreichen. Das passt auch mit meinen Vorfahren zusammen, von denen ich glaube, dass sie sich auf den Weg aus dem weiten China oder Japan gen Westen gemacht hatten, und ferner das unter diesen auch Piraten waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich pers\u00f6nlich halte mich nicht f\u00fcr rechtschaffen, zumindest nicht, im Vergleich zu dem, wie G. sich mir gegen\u00fcber verkauft hatte. Korrekt, im sozialen Kontext, ja das schon, aber was ich \u00fcber Rechtschaffenheit wei\u00df, auch, wenn dieser Begriff durch diese Adoptivfamilie \u00fcberstrapaziert und missbraucht wurde, nein. Hm, ich gehe mal diesen Weg, und frage Copilot:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">~~~~<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rechtschaffenheit<\/strong> ist ein altes, aber kraftvolles Wort. Es beschreibt eine innere Haltung, die weit \u00fcber blo\u00dfe Gesetzestreue hinausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\ud83c\udf3f<\/strong><strong> Bedeutung von <em>Rechtschaffenheit<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtschaffenheit meint:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Ehrlichkeit<\/strong> \u2013 man sagt die Wahrheit und handelt transparent.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Anst\u00e4ndigkeit<\/strong> \u2013 man verh\u00e4lt sich fair, respektvoll und verantwortungsvoll.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Integrit\u00e4t<\/strong> \u2013 man bleibt seinen eigenen moralischen Grunds\u00e4tzen treu, auch wenn es unbequem ist.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gewissenhaftigkeit<\/strong> \u2013 man bem\u00fcht sich, das Richtige zu tun, nicht nur das N\u00fctzliche.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verl\u00e4sslichkeit<\/strong> \u2013 andere k\u00f6nnen darauf vertrauen, dass man zu seinem Wort steht.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht also nicht nur darum, <em>recht<\/em> zu handeln, sondern <em>rechtschaffen<\/em> zu sein: ein Mensch, dessen Charakter und Verhalten \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\ud83c\udf1f<\/strong><strong> Kurz gesagt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtschaffenheit ist eine Mischung aus moralischer Klarheit, innerer Aufrichtigkeit und praktischer Anst\u00e4ndigkeit. Ein Mensch mit Rechtschaffenheit tut das Richtige \u2013 auch dann, wenn niemand zuschaut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn du m\u00f6chtest, kann ich dir auch Beispiele aus Alltag, Philosophie oder Literatur geben, die das Wort besonders sch\u00f6n illustrieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">~~~~<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oh, nein, danke. Es wir d mir zu viel. Der Begriff verursacht deutliches Unwohlsein bei mir.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber lass uns das kurz weiter spinnen: &#8222;Setze bitte Rechtschaffenheit in Verbindung mit Borniertheit.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">~~~~<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtschaffenheit und Borniertheit lassen sich sehr gut miteinander kontrastieren, weil sie auf den ersten Blick \u00e4hnlich wirken k\u00f6nnen \u2013 beide k\u00f6nnen als \u201eprinzipientreu\u201c erscheinen \u2013, aber in Wahrheit v\u00f6llig unterschiedliche geistige und moralische Qualit\u00e4ten ausdr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\ud83d\udd0d<\/strong><strong> Wie h\u00e4ngen Rechtschaffenheit und Borniertheit zusammen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\ud83c\udf3f<\/strong><strong> Rechtschaffenheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>moralisch reflektiert<\/li>\n\n\n\n<li>offen f\u00fcr Argumente<\/li>\n\n\n\n<li>bereit, das eigene Handeln zu pr\u00fcfen<\/li>\n\n\n\n<li>handelt aus innerer \u00dcberzeugung und Verantwortungsgef\u00fchl<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtschaffenheit ist eine <strong>bewusste, reflektierte Form von Prinzipientreue<\/strong>. Sie ist flexibel genug, um Neues zu pr\u00fcfen, und stabil genug, um das Richtige zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\ud83e\uddf1<\/strong><strong> Borniertheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>engstirnig<\/li>\n\n\n\n<li>\u00fcberzeugt von der eigenen Unfehlbarkeit<\/li>\n\n\n\n<li>immun gegen neue Informationen<\/li>\n\n\n\n<li>verwechselt Starrheit mit St\u00e4rke<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Borniertheit ist eine <strong>unreflektierte, starre Form von Prinzipientreue<\/strong>. Sie wirkt \u00e4u\u00dferlich standhaft, ist aber innerlich unbelehrbar.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\ud83c\udfaf<\/strong><strong> Die Verbindung: <em>Scheinbare N\u00e4he, tats\u00e4chlicher Gegensatz<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Beide k\u00f6nnen \u201eprinzipientreu\u201c wirken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein borniertes Verhalten kann nach au\u00dfen wie Rechtschaffenheit aussehen: jemand bleibt \u201ekonsequent\u201c, \u201esteht zu seinen Werten\u201c, \u201el\u00e4sst sich nicht verbiegen\u201c.<br>Doch der entscheidende Unterschied liegt im <strong>Warum<\/strong> und <strong>Wie<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Rechtschaffenheit ist reflektierte Standhaftigkeit \u2013 Borniertheit ist unreflektierte Sturheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der rechtschaffene Mensch pr\u00fcft seine Werte immer wieder neu.<\/li>\n\n\n\n<li>Der bornierte Mensch h\u00e4lt an ihnen fest, <em>weil er es immer so getan hat<\/em> oder weil er keine Alternativen zul\u00e4sst.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Rechtschaffenheit ist offen \u2013 Borniertheit ist verschlossen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtschaffenheit verlangt die F\u00e4higkeit, zuzuh\u00f6ren, zu lernen und sich zu korrigieren.<br>Borniertheit verwechselt Korrekturf\u00e4higkeit mit Schw\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4. Borniertheit kann Rechtschaffenheit imitieren \u2013 aber nie erreichen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Borniertheit ist eine <strong>Karikatur<\/strong> von Rechtschaffenheit:<br>Sie zeigt die Form (Standhaftigkeit), aber nicht den Inhalt (moralische Einsicht).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\ud83e\udde9<\/strong><strong> Kurzformel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rechtschaffenheit = Prinzipientreue aus Einsicht.<\/strong><br><strong>Borniertheit = Prinzipientreue aus Engstirnigkeit.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn du m\u00f6chtest, kann ich dir das auch als Metapher, als kleine Szene, als philosophische Gegen\u00fcberstellung oder als pr\u00e4gnante Tabelle formulieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">~~~~<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein, danke, m\u00f6chte man fast sagen, doch aufschlussreich war es allemal, da haben sich dann im Laufe der Zeit Begrifflichkeiten in meinem Denken und Wahrnehmen vermischt. Sehr interessant jedoch allemal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur\u00fcck zum Fremdgehen, und ich sage das mit einem lachenden und einem weinenden Auge, und nach dem Trocknen der Tr\u00e4ne: Sch\u00f6n, dass ich das auch noch nach all der Zeit erkennen durfte. Eine prickelnde Gemeinsamkeit, sollte diese denn zutreffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drei Jahrzehnte plus ein Jahr ist sie nun tot. Ich verbrachte jenes Wochenende, Anfang Januar 1995, weitestgehend auf vier R\u00e4dern und auf der Stra\u00dfe, ich besuchte einen ehemaligen Schulfreund im Allg\u00e4u, F.. Zum Widerwillen von G., und zum Kummer von ihr nat\u00fcrlich bestimmt auch, da ich davon \u00fcberzeugt bin &#8211; nach wie vor, dieser Aussage &#8211; dass sie eine Ahnung hatte, dass es mit ihr zusehends gesundheitlich bergab ging. Mehr noch, dass ihr Leben zu dieser Zeit wom\u00f6glich schon sp\u00fcrbar f\u00fcr sie, nur noch an einem seidenen Faden hing. Ob sie ihr Ableben direkt vor Augen hatte, und dies kommen sah, kann ich nat\u00fcrlich nicht sagen &#8211; wie denn auch -, doch vor meinem geistigen Auge, kann ich heute noch sehen, wie ich in der K\u00fcche, in Owingen in dem Miethaus in der Neuen Stra\u00dfe, an der Arbeitsplatte lehne, und sie im bequemen Campingstuhl, direkt gegen\u00fcber im Zimmer, sitzt &#8230;. und wir uns in die Augen blicken und betreten &#8211; oder wohl wissend &#8211; oder wahrscheinlich eher ein weiteres Mal ahnend, dass wir uns nun wahrscheinlich nicht mehr sehen, schweigen. Schwierig nat\u00fcrlich, auch solche Situationen dann zu interpretieren &#8211; ich wei\u00df schon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Direkt nach ihrem Tod, fing ich an diesen Moment als stillen Abschied in mir zu verankern. Und wirklich, dieser Moment hatte mich all die Jahre, die Jahrzehnte immer wieder getr\u00f6stet. Auch, wenn das, eben aufgrund jenes Schweigens zwischen uns, sehr bedauerlich war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehe ich sie heute auf den Bildern, in denen sie kraftlos und erschlagen drein blickt und sich um Haltung bem\u00fcht, ist mir nat\u00fcrlich zum Heulen zumute. Nicht zwingend, weil es meine Mutter ist, sondern weil ein leidender Mensch, dessen Hoffnung stirbt. Aber ich will den tiefen Schmerz in mir nicht leugnen, n\u00e4her stand mir ja niemand in meinem Leben. Eine Trag\u00f6die ist das (gewesen). Doch wie habe ich sie in Erinnerung behalten, auch nach all den Sabotageakten durch G., welcher sie wirklich andauernd die Drecksarbeit in der Erziehung machen lie\u00df. Aaah. Ja, diese aufkommende Wut, zieht mich aus dem Dreck. Zur\u00fcck zur Frage: Lange Zeit hatte ich ihre Meisterarbeit an der Wand h\u00e4ngen. Schaut selbst:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"605\" height=\"454\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/meisterinnenarbeit.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1030\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/meisterinnenarbeit.jpg 605w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/meisterinnenarbeit-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entstand vermutlich Ende der 1980er oder Anfang der 1990er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich werde mich wieder einmal um dieses Bild k\u00fcmmern, es stand jetzt eine Weile abseits im Ger\u00fcmpel. Es verdient einen sch\u00f6nen Rahmen und einen sch\u00f6nen Platz, gell? Toll, oder? Lasst euch dazu die Musik von Johann Sebastian Bachs Air vorstellen oder einfach anh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"328\" height=\"328\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/qrcode.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1032\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/qrcode.png 328w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/qrcode-300x300.png 300w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/qrcode-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Johann Sebastian BAch: Orchestral Suite No. 3 in D Major, BWV 1068: II. Air (Karl Richter)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/link.deezer.com\/s\/32hlJEZ3HSGwIGcMuv3wH\">https:\/\/link.deezer.com\/s\/32hlJEZ3HSGwIGcMuv3wH<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klingt wundersch\u00f6n, oder nicht?<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Bereit<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erinnerung an Zeit in Stuttgart-Degerloch ist nat\u00fcrlich nun etwas vage in meiner Erinnerung; sie liegt nun auch ungef\u00e4hr f\u00fcnfundvierzig Jahre zur\u00fcck. Doch manchmal erscheinen mir selbst dieser Erinnerungen aus jener Zeit mitunter sehr nah, zumindest wenn ich sie vor meinem geistigen Auge oder Ohr habe. Sie bestehen gr\u00f6\u00dftenteils aus Bildern, vergleichbar mit Standbildern aus Videos, und Ger\u00e4uschen oder Tonfetzen, wie einzelnen, meist k\u00fcrzeren S\u00e4tzen. Wobei ich diese nicht direkt h\u00f6re. Anders verh\u00e4lt sich das in Situationen, wenn ich glaube &#8211; oder davon ausgehe &#8211; dass ich dann Gott oder den Teufel h\u00f6re. Gef\u00fchlt hatte ich da schon auch eine Unterhaltung &#8211; mit Gott. Schon gut, schon gut, ich wei\u00df &#8211; oder ich kann mir das zumindest vorstellen &#8211; wie sich das lesen muss: So eine Mischung aus Craziness und Gr\u00f6\u00dfenwahn. Frei nach dem Motto, ha, Gott spricht zu mir.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich glaube ich, Gott spricht zu uns allen, wir h\u00f6ren es nur nicht, oder vielmehr deuten wir es falsch. Das ist nun kein Wissen, sondern vielmehr nat\u00fcrlich eine Theorie oder ein tief verwurzelter Glaube. Doch diese innere Stimme in uns, dieses gute oder auch \u00f6fter mal schlechte Gef\u00fchl in der Magengegend, k\u00f6nnte durch aus als Kommunikation mit oder durch Gott ausgelegt werden. Doch ich lege mich da nicht fest. Das soll jede oder jeder &#8211; und alle dazwischen &#8211; f\u00fcr sich selbst heraus finden &#8211; eh klar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danke \u00fcbrigens daf\u00fcr, dass du weiter liest. Manche legen nun das Buch vielleicht weg. Na, die Frage ist halt, aus welcher Ecke man kommt, beziehungsweise solche Theorien, nicht wahr? Ein paar Familienmitglieder &#8211; aus der Familie m\u00fctterlicherseits sogar beide Tanten T. und B., deren Kinder M., M., und E. und auch ein Gro\u00dfonkel H. und seine Frau D., samt Kindern Heinz, H. und K. (sie hatte ich zuvor erw\u00e4hnt gehabt), &#8211; von uns, sind beispielsweise Zeugen Jehovas &#8211; um mal &#8222;eine Ecke&#8220; zu nennen. Meine Mutter stand diesen auch sehr nahe, wurde aber wohl aufgrund der Tatsache, dass sie gelegentlich rauchte, nicht vollst\u00e4ndig akzeptiert, sondern war vermutlich nur auf Versammlungen toleriert worden, quasi als Anw\u00e4rterin oder realistischer: zur Einflussnahme. So jedenfalls erlebte ich diese verwaschene Truppe aus n\u00e4chster N\u00e4he in meiner Kindheit, was hei\u00dft, ich wohnte gelegentlich sogenannten Versammlungen (so werden deren Zusammenk\u00fcnfte zum Ausleben und Praktizieren des Glaubens genannt) bei, und war mit den Kinderb\u00fcchern der Organisation, oder vielmehr Sekte, vertraut. Es ist schon ein sonderbarer Haufen, so viel ist sicher, und es ist gut, dass der Weg damals nicht weiter ging. Es ist schon so, dass nicht jede Seele, und jeder K\u00f6rper auf Dauer, diesen Einfluss auch gesund durchsteht. Ich spreche von Heinz K. junior. Er sprang in den Tod, angeblich, das hei\u00dft laut den Erz\u00e4hlungen meiner Familie, vom Fernsehturm in Stuttgart. Eine Katastrophe. Ich schreibe nichts weiter dazu. Es ist zu undurchsichtig. Sein Leben und das seiner Eltern und Geschwister hatte mit unserer Welt nicht viel zu tun, und weitere Vermutungen w\u00fcrden wom\u00f6glich Unheil nach sich ziehen. Doch weiter im Text, jedoch im selben Kontext:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich merke ich deren, ich meine den Einfluss der Zeugen Jehovas, noch Jahrzehnte sp\u00e4ter. So beispielsweise w\u00e4hrend der Auseinandersetzung mit dem Thema der Organspende. Zeugen Jehovas lehnen diese strikt ab &#8211; das war auch der Grund f\u00fcr das mehr oder weniger j\u00e4he Ableben meiner Mutter: Sie wollte keine fremde Leber in ihrem K\u00f6rper -, und wirklich, ich hatte bei der Entscheidung f\u00fcr die Organspendenbereitschaft einen l\u00e4ngeren Prozess zu bew\u00e4ltigen, da ich zun\u00e4chst nicht spenden wollte, in mir also einen Konflikt trug. Das ist schnell erz\u00e4hlt: Konflikt in der Form, dass ich zwar wusste, es muss sein, ich mich dennoch beim ersten Ausweis, welchen ich dann bei mir trug, verwirrenderweise gegen eine Organspendenbereitschaft entschieden hatte. Na, das war was, wie du dir m\u00f6glicherweise vorstellen kannst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250821_075153_HDR-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1031\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250821_075153_HDR-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250821_075153_HDR-300x225.jpg 300w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250821_075153_HDR-768x576.jpg 768w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250821_075153_HDR-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250821_075153_HDR-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250821_075153_HDR-1140x855.jpg 1140w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Blick auf den Friedhof samt Kapelle in Haigerloch-Owingen im Eyachtal, W\u00fcrttemberg, Zollernalbkreis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Wetter bei ihrer Beerdigung habe ich noch gut in Erinnerung: Es war zuerst sonnig, dann zogen innerhalb von einer halben Stunde die Wolken zusammen und wir alle gerieten da auf dem Friedhof in eine Art Schneesturm. Seltsam war das schon. Ich m\u00f6chte da, in diese Wetterfront zu jenem Zeitpunkt, nicht zu viel hinein interpretieren, wenn man den Boden unter den F\u00fc\u00dfen verliert, macht man das ja gerne; zumindest ich, soweit ich zur\u00fcckdenken kann. Es werden einfach alle denkbaren Eventualit\u00e4ten abgeklappert. Irgendwie. So nach dem Motto, Zufall, ja vielleicht, und wenn nicht, dann was k\u00f6nnte es sein? Solche Fragen stellte ich mir damals nicht bewusst. Ich ruderte quasi allein \u00fcber die offene, st\u00fcrmische See. Am offenen Grab, als ich an der Reihe war, mich w\u00e4hrend der Beerdigung vermeintlich und augenscheinlich, unter aller Blicke zu verabschieden, und Erde und einen Strau\u00df Lilien ins Grab, auf den verschlossenen Sarg zu werfen, dachte ich nicht \u00fcber die Menschen im Hintergrund nach. Mein Herz war gebrochen, und ich ging in die Hocke und verweilte minutenlang. E. D., meine Ex-Kunstlehrerin, welche zu jener Zeit eine Freundin der Familie wurde, erl\u00f6ste mich aus meinem kauernden und zusehends eingeschneiten Zustand, und geleitete mich da von diesem Grab weg. Das war auch nun auch alles, was ich von dieser Beerdigung noch wei\u00df. Wo der Rest der Familie war, keine Ahnung, damals, wie heute; es spielte keine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Circa 1981.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"760\" height=\"1024\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043780-760x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1033\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043780-760x1024.png 760w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043780-223x300.png 223w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043780-768x1035.png 768w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043780-634x855.png 634w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043780.png 1119w\" sizes=\"(max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war \u00fcbrigens das erste Mal gewesen, dass ich eine Leiche gesehen hatte. Die Frau, Mitarbeiterin im Kreiskrankenhaus Balingen, f\u00fchrte uns die Treppe hinauf und \u00f6ffnete uns eine T\u00fcre zu einem dunklen Raum. Uns, wir, G. der uns hingefahren hatte, meine beiden Halbbr\u00fcder und ich. Und da lag &#8211; damals &#8211; sie, &#8211; heute -ihr K\u00f6rper, nun &#8230;. in k\u00fcnstlichem Licht, still und von allen Schmerzen und Sorgen befreit, tot. Wie eingeklemmt zwischen zwei Baseballschl\u00e4ger, schlug es mir diese von vorne und hinten eingebildet gegen den Sch\u00e4del und setzte mich unter Schock. Meine Br\u00fcder brachen laut aufheulend in Tr\u00e4nen aus, und fl\u00fcchteten aus dem Zimmer, um die Ecke. Ich funktioniere nur noch und folge ihnen, nehme sie in den Arm, und da stehen wir nun. Filmriss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Woche sp\u00e4ter fing ich zum dritten Mal die Ausbildung zum Bauzeichner an beziehungsweise f\u00fchrte diese &#8211; mehr schlecht, als recht &#8211; weiter und schlug mich so durch. Ich sollte sie aber zu Ende bringen, so viel kann ich vorwegnehmen. Etwa ein halbes Jahr sp\u00e4ter zog ich daheim aus, nachdem mir G. das in einem getippten Brief vorgeschlagen hatte. An solche Dinge, wie Auszug, oder mein Leben zu leben, vermochte ich gar nicht zu denken; nicht nur zu jener Zeit, sondern allen Ernstes bis letztes Jahr. Ich bin mir nun nicht ganz sicher, doch seit den Nahtod-Erfahrungen in meiner fr\u00fchen und sp\u00e4ten Kindheit, lie\u00df ich mich irgendwie treiben. Gef\u00fchlt zumindest. Emotionale Zuversicht, nenne ich das heute, oder emotionale Gewissheit, kann ich das auch bezeichnen. Ich hatte keine Zweifel, bis zu jenem Auszug aus dem Elternhaus. Ich schrieb einen Abschiedsbrief an A. und P. S., gab ihnen diesen jedoch nicht, lie\u00df ihn eine Freundin lesen, und nach diesem Auszug, als ich in dem Zimmer der Zweck-Wohngemeinschaft in ebenfalls Balingen, angekommen war, und sich die Bande zu beerdigter Mutter und r\u00e4umlich distanziertem Adoptivvater zu l\u00f6sen drohten, schlugen Zweifel und extreme Angstattacken ein, wie eine Bombe. Marihuana und Kitaro, sowie Meditation zu seiner Musik, halfen mir, meinen Schmerz und meinen K\u00f6rper zu vergessen, doch es war nat\u00fcrlich abzusehen, zumindest nach heutigem Forschungs- und Wissensstand, dass das nicht lange gut gehen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach au\u00dfen hin &#8211; zumindest wurde mir das auf Nachfrage hin gelegentlich erz\u00e4hlt -, schien ich der Welt offenbar Gleichg\u00fcltigkeit oder Gelassenheit zu vermitteln, im Inneren jedoch herrschte pure Verzweiflung. Stundenlanges, gel\u00e4hmtes Sitzen in einem, vorm Sperrm\u00fcll geretteten roten, mit Ornamenten verzierten, edlen, aber durchgesessenen Sessel, war keine Seltenheit. Dazu die Suche nach einem Strick, auf jenem Speicher neben der Terrasse jenes Geb\u00e4udes, direkt an der Bundesstra\u00dfe 27 in Balingen, auch nicht &#8211; diente wohl aber eher als Besch\u00e4ftigungsma\u00dfnahme und zum Lecken meiner offenen seelischen Wunden. T\u00f6tungsabsichten verfolgte ich tats\u00e4chlich nur vorgegebenerma\u00dfen. Ich wusste das im Grunde, wenn gleich dies bedeutete, dass ich nicht wusste, was ich tat. Aber einen zweiten, m\u00f6glicherweise als Selbstmordversuch getarnten Hilfeschrei, wollte ich nicht begehen; diese Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit kannte ich bereits &#8211; au\u00dferdem war es nat\u00fcrlich zu riskant, tats\u00e4chlich dann auch sterben zu m\u00fcssen. Alles was herrschte, war Selbstmitleid. Oder: Selbst-mit-Leid. So schl\u00fcsselte das die erste Psychotherapeutin meines Lebens, C. K., auf, schlicht und ergreifend. Wie ich zu ihr gekommen bin, kann ich nicht mehr sagen. Es ist einfach wirr und nicht chronologisch abgespeichert worden, nat\u00fcrlich aufgrund der psychischen \u00dcberbelastung, welche sich in K\u00fcrze zu einer schizoaffektiven St\u00f6rung entwickeln sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es klingt jetzt vielleicht f\u00fcr den ein oder anderen an den Haaren herbeigezogen, aber tats\u00e4chlich war diese St\u00f6rung meine Rettung. Mit meinem heutigen Erfahrungsstand kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass eine Festsetzung der Angst, zu einer generalisierten Angstst\u00f6rung, wahrscheinlich mein Untergang gewesen w\u00e4re. Tats\u00e4chlich hatte ich solch eine solche sogenannte Generalisierte Angstst\u00f6rung, dann sp\u00e4ter in meinem Leben. Doch wenn ich bedenke, wie Psychiater mich zwanzig Jahre nach meiner ersten \u00fcberstrapazierenden Angstattacke behandelt hatten (bis auf wenige Ausnahmen), und wie sp\u00e4t erst die Hirnforschung, Erkenntnisse dazu und dar\u00fcber fand, und die Bernhardt-Methode deshalb entwickelt wurde, knirsche ich fast schon wieder mit den Z\u00e4hnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist mein Ernst, mir ist es lieber so, durch Angst und Trauer und Drogen und damit verbundene \u00dcberbelastung, in eine der schwersten psychischen St\u00f6rungen \u00fcberhaupt, hineingeschlittert zu sein, als in unserer Psychiatrie-Branche, zu jener Zeit, mit einer Generalisierten Angstst\u00f6rung zu leben. Vor sieben oder acht Jahren wurden aufgrund einiger findiger Forscherinnen und Forscher, die Karten neu gemischt, aber nicht auszudenken, wie es mir ergangen w\u00e4re, ein Leben zu leben, als junger, medizinisch unerfahrener Mann, sich Medizinern untergeordnet habend. Eine grauenhafte Vorstellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist jetzt tats\u00e4chlich f\u00fcr Au\u00dfenstehende wahrscheinlich nicht einfach nachzuvollziehen, wieso ich das schrieb. Es ist jedoch verst\u00e4ndlicher, wenn man sich kritisch mit der Medizin- und Pharmabranche auseinandersetzt &#8211; und auch selbstkritisch sein eigenes Verhalten reflektiert und anpasst, wie man \u00c4rztinnen und \u00c4rzten gegen\u00fcbertritt: Der Hintergrund sind die Medikamente, welche zur Behandlung von psychischen St\u00f6rungen, wie Generalisierter Angstst\u00f6rungen und Panikattacken eingesetzt wurden und leider immer noch viel zu h\u00e4ufig, auch noch eingesetzt werden. Die Erkrankten sind meist soweit, dass sie nach jedem Strohalm greifen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es handelt sich um sogenannte Benzodiazepine, ein ziemlich katastrophaler Wirkstoff, der zwar schnell bet\u00e4ubt und somit lindert beziehungsweise Linderung vorgaukelt, doch nach kurzer Zeit von zehn, vierzehn Tagen bereits, abh\u00e4ngig macht, und au\u00dferdem die Pers\u00f6nlichkeit, zumindest bei Langzeiteinnahme und damit verbundener Sucht, ver\u00e4ndern kann beziehungsweise dies tut; konkret: bei mir tat. Im Vergleich dazu stehen Neuroleptika, welche zur Behandlung eben von schizoaffektiven St\u00f6rungen eingesetzt werden. Schizoaffektive St\u00f6rungen bestehen aus einer Schizophrenie &#8211; in meinem Fall vermischt mit Paranoia &#8211; und einer affektiven St\u00f6rung- also quasi einer bipolaren St\u00f6rung, fr\u00fcher als manisch-depressiv bezeichnet. Hier ist allerdings anzumerken, dass, wie sich dies in meinen krankheitsbedingten St\u00f6rungsepisoden beispielsweise zutr\u00e4gt, ich also ohne ausreichende Medikation, in eine Manie abdrifte, und mit Vollgas durchs Leben rausche. Es geht dann weiter: Aufgrund der Schizophrenie verfalle ich dann zus\u00e4tzlich dem Wahnsinn &#8230;. was aufgrund des bewussten Erlebens, und auch der sp\u00e4teren Erinnerung, durchaus unterhaltsam ist oder sein kann. Was allerdings spektakul\u00e4r ist: meine Sensibilit\u00e4t zu Zeiten des \u00dcbergangs von einer Phase zur anderen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann jedoch folgte meist eine Depression, allerdings erfahrungsgem\u00e4\u00df nur dann, wenn man mir \u00fcberdosiert &#8211; m\u00f6glicherweise aus Gr\u00fcnden der Zeitersparnis oder weil man das innerhalb der Schulmedizin-Branche einfach so gelernt hat und daher auch so beibeh\u00e4lt -, Neuroleptika verabreicht. Dies f\u00fchrt dann zu einem Absturz des Empfindens, und die darauffolgende Depression erstreckt(e) sich dann meist \u00fcber drei, vier Monate, in denen ich mich dann meist allein oder mit psychotherapeutischer und ambulanter psychiatrischer Begleitung durchs Leben und die Gesellschaft k\u00e4mpf(t)e. Zerm\u00fcrbend war das. Das braucht kein Mensch. Nur, um das einmal quasi auf der Zunge zergehen zu lassen, das ist dann eine station\u00e4re Behandlung mit Medikamenten, welche umgehend zu einer weiteren, im Grunde viel gef\u00e4hrlicheren Erkrankung f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte hier jedoch noch eine Besonderheit dieser Erkrankung, also, dieser psychischen Reaktion, erw\u00e4hnen: Ich konnte in diesen kurzen Phasen der Transformation zwischen dem sogenannten gesunden Zustand und der krankenhaften Episode deutlich angstbefreiter und wesentlich ehrlicher zu meinem Umfeld agieren. Und das war eine irre wichtige Erfahrung f\u00fcr mich gewesen. Auch, da diese Familie und die Beziehung zu meinem Adoptivvater mich in tiefste Verwirrung gest\u00fcrzt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun, man kann sich an dieser Stelle schon die Zeit nehmen, ironischerweise, und sich fragen, wie soll man das alles ermitteln, und nebenher noch ein Leben f\u00fchren? Man stelle sich vor, es werden Kinder geboren oder diese sind schon auf der Welt? Wer kann das leisten? Und wer traut sich dieses Durchpfl\u00fcgen des Lebens wirklich zu? Mehr Leute, als man denkt. Aber es entfremdet. Und es bleibt viel verbrannte Erde. Und, wenn man es sich leisten kann, dann bleiben die meisten Beziehungen auf der Strecke. Verst\u00e4ndlich. Lernen wir doch, Gef\u00fchle in der \u00d6ffentlichkeit zu unterdr\u00fccken. Es ist kein Geheimnis, das dieses Konzept der eigenen pers\u00f6nlichen Entwicklung aber oft entgegenl\u00e4uft. &#8222;Im Gef\u00fchlshaushalt schwankend&#8220;, wird werde ich dann bezeichnet, oder gar bedroht, mit Aussagen, wie &#8220; Wenn Sie schreien, werden Sie fixiert.&#8220; Glaubst du mir das? Kannst du dir das vorstellen? Oder hast du die Geschichte vom Patienten J. J. aus M\u00fcnchen geh\u00f6rt, der in einer Klinik fixiert wurde, und von einem Mitpatienten w\u00e4hrenddessen sexuell missbraucht wurde? Ja, so ist die Branche: Gepr\u00fcft, gepflegt, zuverl\u00e4ssig. Und von Studierten organisiert. Meist jedenfalls. Den Anfall von aufkeimendem Sarkasmus bitte ich zu entschuldigen, es ist im Moment f\u00fcnf Uhr morgens, und ich habe den Tag noch vor mir. Und aufkeimender Sarkasmus l\u00e4sst sich leichter verdauen, als herausbrechender Zorn, in Form von einschlagen auf einen Blech-M\u00fclleimer. Wie bereits erw\u00e4hnt, dazu sind sie da, deshalb hei\u00dfen die so. Wobei nat\u00fcrlich, gelebte Wut kein M\u00fcll ist. Die Frage ist, wie es um Aggression bestellt ist &#8230;. war diese nicht auch eine Begleiterscheinung von Testosteron?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber jetzt mal ehrlich: wie soll ich reagieren, wenn mich ein Bereitschaftsarzt &#8222;behandelt&#8220;, nachdem er ausschlie\u00dflich das Pflegepersonal befragt, dann \u00fcberfl\u00fcssigerweise zwei Beruhigungsmittel zwangsweise und gegen meinen ausdr\u00fccklichen Willen verordnet, und eine neunst\u00fcndige Fixierung anordnet? Mehr noch, der den Fall in die H\u00e4nde bekommende Staatsanwalt im Bezirk Niederbayern, dann meint, ja, den Umst\u00e4nden angemessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Okay. 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, 0.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Teil 2<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Fremde Frauen<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das erste Mal, dass mir klar wurde &#8211; allerdings sehr unbewusst nat\u00fcrlich &#8211; das Frauen anders sind, war, als ich mit drei oder vier Jahren, meine Sandkastenfreundin nackt sah. Das hinterlie\u00df Eindruck, den ich mir bis heute vor Augen f\u00fchren kann. Dann herrschte lange Zeit Ruhe &#8211; wenn ich dieses vorlaute M\u00e4dchen im Kindergarten aus der Reihe heraus nehme, fremde Frauen oder M\u00e4dchen betreffend, welche bei mir Eindruck hinterlie\u00dfen. Es war S. K., mit der ich in die zweite, dritte und folgende Klassen gehen sollte, bis die Wiederholung der neunten dann zu getrennten Wegen f\u00fchrte. Sie rubbelte am ersten Schultag, an der Bushaltestelle in Haigerloch-Owingen, am hinteren Fenster des Passats, wo ich sa\u00df und \u00fcberhaupt nicht froh war. Sie berichtete ihren Schulfreundinnen also in aller Fr\u00fche in dem tausend Seelen Dorf, &#8222;Ja, das ist der Neue.&#8220; Sp\u00e4ter sollte mich ihre ungew\u00f6hnliche Art, die zu jener Zeit ebenfalls etwas vorlaut war, regelm\u00e4\u00dfig zu teils ausgeschm\u00fcckten Fantasietrips anregen. Doch irgendwie war sie etwas bizarr, erfreute aber fr\u00fch mein Herz f\u00fcr Au\u00dfenseiterinnen und deren m\u00e4nnliche Pendants.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann war da B. S., auch vorlaut, und gleicherma\u00dfen derb, wie S.. &#8222;Hose runter, Beine breit, ficken ist &#8217;ne Kleinigkeit.&#8220;, rief ich ihr einmal mit acht oder neun Jahren hinterher. Sie erz\u00e4hlte dies br\u00fchwarm ihrem Vater, was dieser bei meinem Adoptivvater monierte. Dies sollte sich um eine weitere Bagatelle gut zehn Jahre sp\u00e4ter einmal wiederholen. Also, dies, der Weg einer Information. Landleben. Was soll ich sagen? Segen und Fluch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann, ja dann, kam S. H. in der fortf\u00fchrenden Schule in mein Leben. Nicht wirklich nat\u00fcrlich, aber sie hatte es mir angetan. Das lie\u00df ich sie nur nonverbal wissen, als ich ihr beispielsweise am Skilift in den Alpen bei einem Schulausflug einmal nachstellte, um den Sessel neben ihr nach oben auf den Berg im S\u00fcden der Nation, zu ergattern. Das lie\u00df ich sie vor ein paar Monaten, als ich gerade f\u00fcr mehrere Wochen in Haigerloch und der Umgebung war, und ihr dort zuf\u00e4llig begegnete, auch wissen. Lustig war das, denn es war Schmeichelei und Denkzettel zugleich, da ihre Reaktion, also die Flucht vor mir in der Warteschlange, auf mein offen dargestelltes Begehren, das j\u00e4he Ende dessen bedeutete. Das war damals dann kurz und dem\u00fctigend, aber endg\u00fcltig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das schaffte Platz, denn es ging nat\u00fcrlich weiter, das Leben und die Schule sowieso. Eigentlich m\u00fcsste man den Spruch erweitern: Die Schule, die Steuern und der Tod.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">A. S., hie\u00df sie, und das war inniger. Wir verstanden uns wunderbar, und hatten sogar ein paar Momente unter vier Augen. Sie trug schmeichelnderweise einen Tag lang, tats\u00e4chlich ein Hemd von mir in der \u00d6ffentlichkeit. Aber in jenem anderen Moment, in ihrem Zimmer, so mit zw\u00f6lf oder dreizehn Jahren, so sehr berauscht ich auch war, von ihr, von diesem irren Gef\u00fchl, ich schaffte den n\u00e4chsten Schritt nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun f\u00e4llt mir gerade ein, ich wei\u00df wirklich nicht, wann und welches M\u00e4dchen ich als erste gek\u00fcsst hatte. Seltsam ist das.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach A. und der un\u00fcberwindbaren H\u00fcrde, welche ja nicht meine letzte gewesen war, doch die erste bewusste, orientierte ich mich in die Kreisstadt Balingen und den M\u00e4dchen in dieser. Das hei\u00dft, ich umgarnte K.. Sie lernte ich in der Disco der Tanzschule Schwenzer kennen, und es entwickelte sich weiter, das oberfl\u00e4chliche Liebesspiel. Wir tanzten samstagabends engumschlungen Stehblues zu Pierre Cossos &#8222;Dreams&#8220; und dergleichen, in einer Wolke des angesagten Duftes &#8222;Musk&#8220; und knutschen an den darauffolgenden Tagen irgendwann in meinem Zimmer. Dort ging ich dann &#8211; einem gewissen Automatismus folgend &#8211; eine Spur zu weit, es schien okay offenbar, auch wenn sie den Weg nicht weiter gehen wollte, es war einfach zu viel gewesen; typisch Junge halt, w\u00fcrd\u2018 ich jetzt meinen. Auch dieses Prinzip sollte sich wiederholen. K. und ich waren jedenfalls aktiver, als ich in allen Beziehungen zuvor. Doch, nach einem gemeinsamen Tag in Stuttgart, wo wir mit dem Zug hinfuhren, musste ich die Rei\u00dfleine ziehen: Auf der R\u00fcckfahrt konnte ich nicht mehr mit so viel N\u00e4he umgehen, und fuhr r\u00e4umlich durch eine Schiebet\u00fcr getrennt, im zu ihrem angrenzenden Abteil zur\u00fcck. Das wird sich nun wahrscheinlich jede und jeder mit ein bisschen Herz vorstellen k\u00f6nnen, dass das eine Katastrophe war, und nat\u00fcrlich das &#8211; leider &#8211; unausgesprochene Ende dieser Freundschaft bedeutete. Aber ich konnte nicht mehr. Es war ein Abgrund, und ich fiel mitten hinein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"298\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/thomasschmoll_com_1996_em_website_private.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1034\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/thomasschmoll_com_1996_em_website_private.jpg 1000w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/thomasschmoll_com_1996_em_website_private-300x89.jpg 300w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/thomasschmoll_com_1996_em_website_private-768x229.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">E. M., ungef\u00e4hr 1994.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was dann folgte, artete zusehends in eine Trag\u00f6die aus: Ich lernte den Alkohol kennen. Keine halben Sachen. Bier war nicht so angesagt, in der Clique in der ich mich da bewegte. Wir tranken meist Wein, bei mir musste es dann meist die halbe Flasche auf ex sein. Nicht aus Suchtdruck etwa, wobei ich psychisch nat\u00fcrlich mehr als nur angefixt war, nein, nat\u00fcrlich war es auch Angeberei, \u00e4hnlich wie beim Rauchen. Eh klar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was dann kam, kann sich jeder denken: Als betrunkener Jugendlicher mit ebenfalls jugendlichen M\u00e4dchen herumknutschen. Ich stand zwar am folgenden Tag irgendwo vor einer T\u00fcre, wo die zweite D. in meinem Leben wohnte, aber ich hatte keinen blassen Schimmer, wie sie aussah und was mich erwartete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So ging es weiter. Ich kann nun nicht alle M\u00e4dchen oder jungen Frauen aufz\u00e4hlen, manchmal ging es ja \u00fcber einen Besuch bei ihnen daheim, oder vielleicht auch schon mal mehrere Besuche, nicht hinaus, &#8211; wenn auch hin und wieder nur platonisch orientiert &#8211; doch es zeichnet sich ja bereits eine deutliche und sich laufend widerholende Szenerie ab: H\u00e4ufig wechselnde Aff\u00e4ren, Alkohol, und ein Problem mit N\u00e4he.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was soll man da tun? Es ist schon ziemlich dramatisch: Das erste Mal k\u00fcssen vergessen, und das erste Mal Sex mit einer Frau, auf einem Campingplatz am Bodensee auf einer Insel, mit S. S., in einem Zelt, bei welchem sie die Camperinnen und Camper, nat\u00fcrlich \u00fcbertrieben inszeniert und k\u00fcnstlich st\u00f6hnend, wachh\u00e4lt, und wahrscheinlich auch am\u00fcsiert, &#8230;. und mein Halbruder, der j\u00fcngere von beiden, P. S., welcher neben uns schl\u00e4ft, durch den L\u00e4rm aufwacht, und verwundert fragt, &#8222;Was macht ihr denn da?&#8220; Da muss doch keine Frage mehr beantwortet werden, oder doch?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich ringe nun schon etwas um meine, mir liebgewonnenen sanften Gef\u00fchle, aber innerlich ziehen sich mir die Eingeweide zusammen, wenn ich ich in diese Zeit eintauche &#8211; wenn auch nur gedanklich. Denn nat\u00fcrlich zeichnete sich da eine weitere emotionale Katastrophe am Horizont ab, und ich bewegte mich schnurstracks darauf zu. Wochen sp\u00e4ter, und wieder daheim, nahe den Felsen der Schw\u00e4bischen Alb, musste ich am Telefon erfahren, dass S. einen Freund hatte, mit mir fremd gegangen war, und ebenfalls vor mir die Flucht ergriffen hatte; &#8222;Sie hat Angst vor dir&#8220;, lie\u00df mich ihre Mutter in jenem indirekt kl\u00e4renden Gespr\u00e4ch wissen. Tja, was soll man machen? Zuversicht sieht anders aus. Doch ich besuchte sie hin und wieder. Das erste Mal, mit einer Frau Geschlechtsverkehr, was soll ich denn da machen? ha ha<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bew\u00e4ltigungsschwierigkeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die nat\u00fcrlichen Grenzen h\u00f6chstwahrscheinlich bewusst missachtend, marschierte er also in mein Zimmer. Das erste Mal, dass wir zusammen in diesem Raum, meinem dritten Kinderzimmer in diesem Haus, waren. Er betrat es ohne zu klopfen, daher diese Vermutung, der eben unterstellten und vorab berechnenden Haltung, mir gegen\u00fcber. Ich sa\u00df depressiv verstimmt vor einer Kerze, und blickte gedem\u00fctigt und verunsichert, in seine wirklich befriedigt funkelnden, dunkelbraunen Augen. Wir redeten etwas, ich wei\u00df nicht mehr was, und er lie\u00df mich wieder allein. Neunzehn Jahre alt d\u00fcrfte ich da gewesen sein. Ich vermute es, aufgrund meiner Stimmung. Musik war seit jeher, das was mich am Leben hielt, und Pornografie &#8211; gewisserma\u00dfen. Sex hatte ich zwar schon gehabt, aber wie ihr eben schon lesen konntet, war das nichts erstrebenswertes f\u00fcr mich, das erste Mal war zwar stressfrei, aber mich beutelten Beziehung seit jeher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was mich offensichtlich seit Kindesbeinen begleitete, war eine Anpassungsst\u00f6rung. Ein Symptom war dieses n\u00e4chtliche Bettn\u00e4ssen, zwischen meinem f\u00fcnften und zw\u00f6lften Lebensjahr. Auch diese eben erw\u00e4hnte, depressive Verstimmung aufgrund der Erkrankung meiner Halbgeschwister und meiner Mutter, zeichnete dies ab. Zudem lehnte ich Ver\u00e4nderung zun\u00e4chst kategorisch ab, was dann auch dazu f\u00fchrte, dass ich Events, wie famili\u00e4re Unternehmungen ablehnte. Ich wurde dann zwar \u00fcbergangen, und konnte mich dann irgendwie auch darauf einlassen, und die Momente phasenweise doch noch genie\u00dfen, aber am Ende des Tages war ich geschafft. Das zeichnete sich in einem \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Schlafbed\u00fcrfnis ab, und einem sehr niedrigen Blutdruck am Morgen danach, wie sich leider erst sehr viel sp\u00e4ter herausstellen sollte. Meine Mutter, die bl\u00f6de Kuh, hatte mich aufgrund dieses Umstandes tats\u00e4chlich immer wieder mit einem Zahnputzbecher kaltem Wasser in mein Gesicht sch\u00fcttend, geweckt. Was dann irgendwann zu heftigen Aggressionen meinerseits und gegen Sie f\u00fchrte. Aaah, brutal. Verdammt nochmal. Eine Trag\u00f6die, wirklich. Aber wir wussten es einfach nicht besser, was soll man machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bettn\u00e4ssen war nat\u00fcrlich ein Problem. Nicht immer, nicht \u00fcberall, aber meist schon. Alles m\u00f6gliche wurde probiert, von tongebenden, elektrischen Unterlagen, \u00fcber Windeln, bis hin zu Psychotherapie. Boah. Nicht auszudenken, was mir widerfahren w\u00e4re, wenn dies in der Schule bekannt geworden w\u00e4re. Doch in der siebten Klasse, im Schullandheim unter der Aufsicht von unserem Klassenlehrer Herrn Mayer, f\u00fchlte ich mich offenbar sicher und alles lief glatt. Auch wenn es andere Schwierigkeiten, wie einen Heulkrampf und einen wirklich heftigen Schlag ins Gesicht durch meine Mutter gab, als meine Familie mich dort besuchte, weil ich am Telefon zwar vorgab, dass sie mich gerne besuchen k\u00f6nnen, ich beide im Grunde aber nicht sehen wollte, und daher beim Besuch, zu welchem sie hundertzwanzig Kilometer durch W\u00fcrttemberg fahren mussten, eine schlechte Laune durch meinen Gesichtsausdruck widerspiegelte. Das war ein riesiges Problem nat\u00fcrlich; und emotional und auch sozial, im \u00fcbertragenen Sinn sehr kostspielig nat\u00fcrlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geschlagen wurde ich nicht oft. Es gab vier Ereignisse, wo meine Mutter dies tat, und vier Ereignisse, wo G. dies tat. Bei letzterem ging es teilweise wild zu. Aber ganz gleich, wie wild, er verletzte mich emotional nicht. Das lie\u00df mich irgendwie kalt. Anders bei, von meiner Mutter nat\u00fcrlich. Diese war immer sehr emotional, und das letzte Mal ziemlich verzweifelt gewesen. Blickt man auf ihre Mutter, und deren gesamte Generation, ist das nat\u00fcrlich kein Wunder, vor allem, wenn der Sohn s\u00fcdosteurop\u00e4isches Temperament mit im Blut hat. Doch das ging irgendwie durch die Adoption durch G. unter, und sollte erst sp\u00e4ter in mein Bewusstsein vor- und auch gewisserma\u00dfen zur\u00fcck dringen. Obwohl ich meinen angeblich kroatisch-st\u00e4mmigen Gro\u00dfvater, glaube ich, nie kennengelernt hatte. Jadani\u0107 hie\u00df meines Vaters Vater, Emma Krieber seine Mutter, ihre Nationalit\u00e4t war \u00f6sterreichisch, in der N\u00e4he von Villach hatte sie gewohnt, in Bundesland K\u00e4rnten. Sie hatte ich kurz kennengelernt, leider zu einer Zeit, wo ich an Seniorinnen und Senioren noch nichts interessant fand. Sehr schade. Leider schlugen auch alle bisherigen Versuche fehl, zu dieser, meiner Familie Kontakt aufzunehmen, sp\u00e4ter zu Zeiten von sozialen Medien. Aber das liegt wahrscheinlich eher an den komplizierten Zustellungsmethoden dieser Nachrichten, wenn man wie bei der ersten bekannten Plattform, nicht befreundet ist. Also, sollte diese eben genannten Personen jemand kennen, lasst es mich bitte wissen. Ich bei\u00dfe zwar hin und wieder, aber nur unter sehr au\u00dfergew\u00f6hnlichen Umst\u00e4nden und wenn man mir vehement k\u00f6rperlichen Schaden zuf\u00fcgt; ich k\u00e4mpfe wie ein Hund, ich habe diese lange beobachtet. Das Lachen bleibt mir nun im Hals stecken, wundert dich das, nach diesem Kapitel? Aber es ist vorbei. Das ist ein Trost, wenn auch einer der teilweise von leichter bitters\u00fc\u00dfen Wehmut umweht wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"558\" height=\"800\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild0040.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1035\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild0040.jpg 558w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild0040-209x300.jpg 209w\" sizes=\"(max-width: 558px) 100vw, 558px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4ter, ungef\u00e4hr 2004.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00fcher, ungef\u00e4hr 1996. Mein Weg den Tod meiner Mutter anhand einer Zeichnung zu verarbeiten, begleitet von Led Zeppelins &#8222;Stairway to Heaven&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"566\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild0044.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1036\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild0044.jpg 800w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild0044-300x212.jpg 300w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild0044-768x543.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Psychiatrie<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verbl\u00fcffend sind die Unterschiede schon. Schwaben\/W\u00fcrttemberg, Schwaben\/Bayern, Oberbayern, Niederbayern, Paris, das sind grob aufgez\u00e4hlt die markantesten und \u00fcber die Jahrzehnte verteilten Erlebnisse, Erfahrungen, schlicht: Aufenthalte in diesen &#8211; meist &#8211; Bezirkskrankenh\u00e4usern. 1995 zum ersten Mal, 2025 zum letzten Mal. Und nat\u00fcrlich spielt Geld die gr\u00f6\u00dfte Rolle, je nachdem aus welcher Perspektive man blickt, oder &#8211; und jetzt tue ich mich wirklich schwer, die richtigen Worte zu finden, wen man anspricht. Ich meine, das Personal. Den Chefarzt sieht man nie, den Oberarzt ein, zwei Mal die Woche &#8211; je nachdem wie man die Einrichtungsgegenst\u00e4nde und das Pflegepersonal behandelt, die Assistenz- und Stations\u00e4rzte sieht man oft, und das Pflegepersonal t\u00e4glich. Soweit ist das, wie in den k\u00f6rperlich orientierten Kliniken der Schulmedizin auch. Nun, gehen wir weiter? Wer tr\u00e4gt die Verantwortung auf einer Station? Unklar eigentlich, wenn ich so dar\u00fcber nachdenke, aber wahrscheinlich der Stationsarzt? Oder doch der Oberarzt? Oder wie? Chefarzt? Oder doch die Stationsleitung? Hm. Seltsam. Weiter: Wer wird wie ausgebildet? Und wer hat Erfahrung und mit wem oder was?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oh, ich finde hier keine Antworten. Ich kann nur in meiner pers\u00f6nlichen Erfahrung buddeln und Erlebnisse von allen Seiten versuchen zu beleuchten- ohne mein Leben aus den Augen zu verlieren. Eines ist jedoch sicher, je j\u00fcnger die Klinikaufenthalte, um so schlimmer (zu ertragen) waren sie. Wenngleich sie immer k\u00fcrzer wurden. Okay, da war mal ein halbes Jahr im Isar-Amper-Klinikum in Haar\/Oberbayern, das kam allerdings nur zustande, weil ich parallel zum Einzug in die Klinik, mein Zimmer in der Wohngemeinschaft in M\u00fcnchen aufgab. So viel zu den Kosten des Gesundheitssystems. Schon klar, die Hand bei\u00dfen, die einen f\u00fcttert. Aber jetzt muss ich einen Schlussstrich ziehen, und etwas zur\u00fcckrudern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt eine grundlegende Erkenntnis: Gehe nicht in einem fremden Bezirk in die Psychiatrie. Eben aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt. Das ist so eine Erkenntnis, der Klinik-Aufenthalte, insbesondere der letzten Zeit. Nat\u00fcrlich herrscht auch B\u00fcrokratie in der Gesundheitsbranche, jede reflektierte Patientin, jeder reflektierte Patient wei\u00df das. Was allerdings die Wenigsten wissen, und ich bin jetzt auch nicht sicher, ob dem noch so ist, aber fr\u00fcher wurden Patienten umher transportiert, um sie ins zust\u00e4ndige Bezirkskrankenhaus zu verfrachten. Das hatte so einmal zur Folge, dass ich aus Saarbr\u00fccken nach Augsburg transportiert wurde, um der Zust\u00e4ndigkeit gen\u00fcge zu leisten. das ist Wahnsinn. Sinn machen w\u00fcrde da eigentlich mehr, dass man in das Bezirkskrankenhaus verlegt werden sollte, wo man aufgewachsen ist. Aber das ist utopisch gedacht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"692\" height=\"1024\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779-692x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1037\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779-692x1024.jpg 692w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779-203x300.jpg 203w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779-768x1136.jpg 768w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779-578x855.jpg 578w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779.jpg 1014w\" sizes=\"(max-width: 692px) 100vw, 692px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1995<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich vermeide es im Moment mich auf das Thema der Psychiatrien einzulassen. Einfach, weil das letzte Mal wirklich eine Katastrophe war. Ich m\u00f6chte nun gar nicht anfangen, das Thema aufzuarbeiten &#8211; das \u00fcberlasse ich &#8211; wenn sich jemand daf\u00fcr entscheiden sollte, mir unter die Arme zu greifen oder der Sozial-Rechtsstaat einspringt &#8211; den Mitgliedern der Rechtsbranche. Aber es ist wichtig, dass dar\u00fcber ein Dialog, ein Trialog entsteht: Patienten &#8211; Branche &#8211; Ministerien. Und ich werde diesen Samstagabend heute und jetzt wahrscheinlich f\u00fcr dieses Kapitel mit Z\u00fcndstoff verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt ja keine Lobby f\u00fcr psychisch Angeschlagene, und dennoch F\u00fcrsprecher, in Form der Sozialverb\u00e4nde und Institutionen, wie den Krankenkassen, und dar\u00fcber insbesondere der Medizinische Dienst. Nur ist das eine komplizierte Angelegenheit, und gestaltet sich \u00e4u\u00dferst schwierig &#8211; nicht nur jetzt beim Verfassen, sondern beim Angehen und Einfordern von Gerechtigkeit. Wo zieht man die Grenze zwischen Behandlung, und Willk\u00fcr? Es ist ja nicht so, dass nun das falsche Bein fehlt, und wirklich jede und jeder Sehende sehen kann, das etwas nicht stimmt. Willk\u00fcr, als Herangehensweise in einer Behandlungssituation, ist ja wiederum nun von mir eine Interpretation und ein Gef\u00fchl und eine Unterstellung gewisserma\u00dfen. Belegt sind Niederschriften von begleitenden mit mangelnder Ausbildung, fragw\u00fcrdigen Pers\u00f6nlichkeiten, krankhafte, s\u00fcchtige Menschen, die ihr Bestes geben, um sich einen Lebensunterhalt zu verdienen, oder noch schlimmer, nur helfen wollen? Von Intelligenz und Auffassungsgabe einmal ganz zu schweigen, das ist dann unfair teilweise, und w\u00fcrde gewisserma\u00dfen Verzweiflung und Hilflosigkeit entbl\u00f6\u00dfen. Ja, meine, unsere. Doch, das ist es ja. Einer gegen alle. Gef\u00fchlt. Und wieder diese Erinnerungen, Aussagen und Handlungen, die von Dritten geh\u00f6rt und beobachtet werden, bewertet und interpretiert, verarbeitet und verzerrt \u00fcbermittelt werden, dem eigenen &#8230; ja was denn? Ja, Ego, untergeordnet werden, um dann zu herrschen, zu kontrollieren, heimzuzahlen, oder gar zu urteilen und zu bestrafen. Ist das noch nachvollziehbar f\u00fcr dich? Denkst du gerade, ich gehe zu weit? H\u00f6rt sich das etwa, wie weiter oben schon einmal erw\u00e4hnt, an den Haaren herbei gezogen an?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tja, Willkommen in der psychosozialen Welt der Gesundheitsbranche. Ich schreibe das ohne Zynismus, sondern h\u00f6chstens mit einem bitteren Beigeschmack. Nat\u00fcrlich ist das meine Sicht der Dinge auf Erlebnisse, die ich wahrgenommen habe. Doch unterm Strich ist es nat\u00fcrlich so, dass das alles sein muss, und dennoch so nicht geht. Wir k\u00f6nnen nicht zulassen, dass Menschen weg gesperrt werden, f\u00fcr Tage Wochen, Monate haupts\u00e4chlich sich selbst \u00fcberlassen werden. Dann, aufgefordert werden, wenn sich etwas Widerstand regt und Frustration herausbricht, aus Verzweiflung gen\u00e4hrt, diese Gef\u00fchle zu unterdr\u00fccken. Dann, wenn das nicht gelingt, mit Medikamenten ruhiggestellt werden, wo massenabgefertigte \u00dcberdosierung nicht wirkt. Ohne Programm, ohne seelische Zuwendung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich erinnere mich noch an diesen Gesichtsausdruck, als zu x-ten Mal um die Vermittlung eines Telefonates bat, eben auf der dritten Station innerhalb von zwei Wochen in Mainkofen, in Niederbayern, und ich gefragt wurde, was das f\u00fcr eine Nummer sei. &#8222;Die Telefon-Seelsorge&#8220;, meinte ich lakonisch. &#8222;Die armen Frauen, m\u00fcssen in Bildschirme schauen.&#8220;, fiel mir ein anderes Mal zum Verhalten des Pflegepersonals ein. Man kann wirklich nur hoffen, dass die totale, durch k\u00fcnstliche Intelligenz gesteuerte Video\u00fcberwachung in Psychiatrien bald Einzug h\u00e4lt, damit sich das Pflegepersonal den Menschen zuwenden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun, allein gegen alle? Hm. Na, ganz allein bin ich nicht, ich habe vierhundert Seiten Krankenakte, einen Zeitraum von vierzehn Tagen betreffend; na, einige Seiten sind nur sp\u00e4rlich gef\u00fcllt. Ich scheue mich wirklich, da alleine rein zu schauen. Du fragst dich jetzt vielleicht, warum? Hm, schau dir dann bitte den deformierten Metall-M\u00fclleimer in meiner kleinen K\u00fcche an. Was das zu bedeuten hat? Tja, Gef\u00fchle, die nun einfach raus wollen. Und manchmal hilft nur rohe Gewalt. Allerdings auch nur gegen M\u00fclleimer. Dazu sind sie da, deshalb hei\u00dfen die so. NA gut, es geht auch charmanter: Mistk\u00fcbel nennt man die Dinger in der Heimat meines Vaters.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Harald und ich, Mitte der 1990er Jahre in W\u00fcrttemberg<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"605\" height=\"880\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/haraldundich.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1038\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/haraldundich.jpg 605w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/haraldundich-206x300.jpg 206w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/haraldundich-588x855.jpg 588w\" sizes=\"(max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Fremde Frauen (II)<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem ersten Mal Sex auf der Insel Reichenau und der Aff\u00e4re mit S. S. in Konstanz war lange Zeit Ruhe, was Beziehungen zu Frauen anging. Eine Cousine, K. M., einer Klassenkollegin kam gelegentlich mal zu Besuch aus Norddeutschland zu Besuch nach Haigerloch, und das war eine Romanze, die es in sich hatte. Keine halben Sachen. Sie war auch einmal bei mir daheim, und ich kam sexuell wirklich in Bedr\u00e4ngnis. Wir knutschen auf meiner Matratze herum, und tats\u00e4chlich bekam ich nur dann eine Erektion, wenn wir das Geknutsche auf den Balkon an meinem Zimmer verlagerten. Ein Drama. Es ging nicht lange gut, und eines nachts, es war eine Silvesterparty in Hechingen, sie war wieder einmal zu Besuch, doch es tat sich ein weiterer Abgrund auf, und fiel hinein und versuchte meinen Kummer in Alkohol zu ertr\u00e4nken, und verhielt mich zusehends, wie die Axt im Walde. Will sagen, ich sprengte fast die Party, jedenfalls sorgte ich f\u00fcr die emotionale Untermalung. Und Sachbesch\u00e4digung. Es sollte den Abschied von der Clique in Hechingen einl\u00e4uten. Und K. M. sah ich nie wieder. Sp\u00e4ter dann auf Facebook gab es einen Kontakt, doch das war es dann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es folgte wieder eine lange Pause, und dann aber der Kuss meines Lebens, L. K. aus und in Gammertingen. G. nahm diese Beziehung zum Anlass, sich wieder einmal einzumischen, und mich etwas vorzuf\u00fchren. Das sah dann so aus, dass er sich unter vier Augen mit L. K. unterhielt, und dann wohl oder \u00fcbel feststellte, dass die Beziehung am Scheitern war, und mich dann aber wissen lie\u00df, dass er diese junge Frau f\u00fcr die richtige Wahl hielt. Nadelspitzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"725\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_09020556-1024x725.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1039\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_09020556-1024x725.jpg 1024w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_09020556-300x212.jpg 300w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_09020556-768x543.jpg 768w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_09020556-1536x1087.jpg 1536w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_09020556-2048x1449.jpg 2048w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_09020556-1140x807.jpg 1140w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">L. gab sich M\u00fche mich zu halten. Sie erzog mich etwas, zumindest forderte sie mich auf, nach dem ich stundenlang im Tropicana getanzt hatte, und mit ihr danach rummachen wollte, zu duschen. Aber es ist das Minenfeld der \u00fcberm\u00e4\u00dfigen N\u00e4he gewesen, welches mich nach meist drei oder vier Wochen Beziehung zu Frauen, auf endg\u00fcltigen Abstand gehen lie\u00df. Niemand verstand das. Niemand? Na, ganz so sicher bin ich da jetzt nicht, aber wenigstens verstand es von den direkt Beteiligten offenbar niemand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frau meines jungen Lebens, war &#8211; auch wenn es die &#8222;ungelebteste&#8220; Liebe f\u00fcr mich \u00fcberhaupt war, D. A.. Wir lernten uns im 1996 im Delta Tau Chi &#8211; The Animal House in Donaueschingen kennen. Ich erinnere mich nicht mehr, wie genau. Alles was ich wei\u00df und nachempfinden kann, ist zwischenmenschliche W\u00e4rme. Wir konnten stundenlang miteinander reden, dabei mit dem Auto \u00fcbers Land fahren, zu den Kl\u00e4ngen von Depeche Mode. Kein Aber, aber dann &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als das Chaos sich lichtete, blieb die Erinnerung, andauernd gen\u00e4hrt von der Sehnsucht, nach dem Gef\u00fchl von inniger Geborgenheit und dem Gef\u00fchl, verstanden zu werden. Es war dann aber auch das erste und letzte Mal &#8211; zumindest gef\u00fchlt &#8211; dass ich erst eine Frau verlieren musste, um festzustellen, dass ich sie liebte. Verliebt, ein Zeichen f\u00fcr diese immense Anstrengung, andauernd \u00fcber mehrere Jahrzehnte hinweg, meine Gef\u00fchle zu unterdr\u00fccken, war ich dann erst letztes Jahr, wo sich der Knoten dann endg\u00fcltig l\u00f6ste, und ich endlich Abschied nehmen konnte. Meine G\u00fcte. W\u00e4re es nicht l\u00e4ngst so weit gekommen, es w\u00e4re zum wahnsinnig werden gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sollte es dann f\u00fcr lange Zeit gewesen sein, mit der Liebe. Was dann kamen, waren Aff\u00e4ren, One-Night-Stands, Angstb\u00fcndnisse, Liebeleien, um mal dieses Wort am Leben zu erhalten. Diese tiefe Verbundenheit wie zu D. erlebte ich bis Herbst 2024 nicht wieder. Frei lieben konnte ich da dann zwar auch nicht so recht, irgendwie waren die Umst\u00e4nde hochkompliziert und sehr problematisch &#8211; von m\u00f6glichen Steinigungen in der Heimat war da die Rede beispielsweise -, und ich war emotional immer noch vor G.s Wagen gespannt, doch mit einem Fu\u00df stand ich in emotionaler Freiheit. Das ist vergleichbar, mit einem Schwall Wasser, der sich unaufhaltsam im freien Fall eines Wasserfalls befindet. Der Aufprall sollte ja dann auch folgen, nach diesem tiefgreifenden Intermezzo mit M. H..<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war vergleichbar mit dem Kennenlernen von K. H., im Winter 2003 hier w\u00e4hrend meiner ersten Tage dieser Wahlheimat M\u00fcnchen. Ich warf aus dem, diese kleine Klinik Menterschwaige erreichenden Taxi einen Blick auf die, in einen dunklen Schurwollmantel geh\u00fcllte Frau, und dockte sofort an. Ein Angstb\u00fcndnis nennen es die \u00c4rzte dieser Klinik, der Fachrichtung Dynamische Psychiatrie. Ja, ich stimme zu, Angstb\u00fcndnis traf zu, doch eines, welches sich transformieren lie\u00df. Es lief weiter, auch nach unserem beider Ausscheiden aus dem station\u00e4ren Klinikaufenthalt dort. Dennoch, \u00fcber ein f\u00fcr beide zwar \u00fcber beide Ohren verliebte Zweckgemeinschaft, lief es nicht hinaus. Wir hatten eine gro\u00dfe Gemeinsamkeit: Wir wuchsen beide seit Ende der siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts in Stuttgart auf; das vereinfachte die Kommunikation. Und nach heutigem Wissensstand, ging es sogar noch einen Schritt weiter, wir hatten offensichtlich beide einen Narzissten und kontrolls\u00fcchtigen Mann alias Vaterfigur in unserem Leben. Das ebnete den Weg f\u00fcr ein tieferes Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"735\" height=\"1024\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_08261990-735x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1040\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_08261990-735x1024.jpg 735w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_08261990-215x300.jpg 215w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_08261990-768x1070.jpg 768w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_08261990-1103x1536.jpg 1103w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_08261990-614x855.jpg 614w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20250815_08261990.jpg 1258w\" sizes=\"(max-width: 735px) 100vw, 735px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K. H. 2004.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die intime Beziehung zu K. H. sollte die l\u00e4ngste in meinem bisherigen Leben werden, die offiziell von mir gef\u00fchrt wurde. An zweiter Stelle steht da M. L., die ich noch zu meinen Augsburger Zeiten f\u00fchrte, und die ein sehr spannendes Thema in sich trug: Sie war alleinerziehende Mutter von M.. M. war damals zwei Jahre alt und sollte mich lange besch\u00e4ftigen. Es ist schwierig, diese Beziehung zu beschreiben, es vermischen sich viele Familientraumata, welche sich gar nicht aufl\u00f6sen lassen wollten, da offensichtlich alle Beteiligten s\u00e4mtliches Fehlverhalten innerhalb der Sippe tolerierten und ignorierten, was sich bis in unsere Story hineinzog nat\u00fcrlich, doch platzte in dieser Zeit an der ein oder anderen Stelle das Band, welches die Verbrechen &#8211; ja, wie kann &#8230;. &#8211; unter dem Teppich halten sollte. Ich hoffe, es geht dir gut; euch beiden. Es war wirklich schwierig diese Beziehung zu verarbeiten. Ich meine nicht die zur jungen Mutter M., und deren Familie, nein, ich schaffte Raum zwischen uns, und es ging ja auch nice \u00fcber ein Zweckb\u00fcndnis hinaus. Ich meinte soeben die Beziehung zum Kind. Diese Aufl\u00f6sung brauchte mehrere Jahre, und brachte mich dazu, mich auf keine intime Beziehung zu M\u00fcttern mehr einzulassen. Es knirschte lange emotional. Und die katastrophale, durch die Familie vollzogene Trennung im Hintergrund und Vort\u00e4uschung falscher Tatsachen, tat das ihre dazu. So viel dazu.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Fremde M\u00e4nner<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bestimmt eine halbe Stunde lang musste ich kichern, nachdem ich ziemlich ver\u00e4rgert den beiden Polizistinnen klar gemacht hatte, dass dies Anliegen, welches sie bem\u00fcht waren, aufzukl\u00e4ren, ein Missverst\u00e4ndnis war. &#8222;Ich will nichts mehr h\u00f6ren&#8220;, meinte ich nahezu w\u00fctend \u00fcber so viel Missgeschick und entfernte mich. Vierzig Jahre Freundschaft beendet. Oder doch nicht? Es ist kurios. Ach, B.. Mal sehen, wie es mit uns weiter geht. B. L. ist eine Seele von Mensch, und umtriebig. Wir hatten eine Menge erlebt, und manchmal waren auf Entschuldigungen erbeten worden, gegenseitig. Doch, ob das ausheilen kann? Verletzt bin ich nicht, das ist schon mal viel wert, es ist halt eine verfahrene Situation. Aber ich will sie hier nicht aufarbeiten. Ich bin mehr als sein Freund, tats\u00e4chlich bin ich im Lauf der Zeit, Freund der Familie geworden, auch wenn mir nicht jedes Mitglied dieser vertraut ist. Manche werden das kennen. Der Altersunterschied war damals schon auff\u00e4llig gro\u00df, sieben Jahre, und wir stehen auch an unterschiedlichen Ufern, wenngleich das nicht bedeutet, dass diese Ufer nicht auch &#8211; einmal &#8211; eine Verbindung hatten. Es ist interessant gewesen. Und nat\u00fcrlich au\u00dfergew\u00f6hnlich. Und viele Erlebnisse sind nat\u00fcrlich nur auf seine finanzielle Freiheit zur\u00fcckzuf\u00fchren gewesen. Das stand irgendwie im deutlichen Kontrast zum sonst so beschaulichen und sehr ruhigen Dorfleben. Die Freundschaft bleibt spannend, so viel ist sicher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das es auch anders geht, habe ich vor dieser Begegnung erfahren. Gl\u00fccklicherweise war das zu einer Zeit, da ich noch nicht alles, was ich erlebte auch noch speicherte, was m\u00f6glicherweise der Art des Erlebten entsprach. Fachleute sprechen da gerne von &#8222;abspalten&#8220;. F\u00fcr meine Begriffe ist das etwas zu abstrakt, mit dieser Metapher kann ich wenig anfangen; was wiederum auch an der Art des Ereignisses liegen mag. Was genau ich da erlebt hatte, wei\u00df ich nicht mehr genau. Doch es gab zwei psychologische, also mentale Durchbr\u00fcche: Einmal als schemenhafte, vage Erinnerung in Form eines emotionalen Prozesses, f\u00fcnfundzwanzig Jahre sp\u00e4ter, &#8230;. und nat\u00fcrlich Selbsterkenntnis, in dem ich Handlungen, die ich quasi im stillen K\u00e4mmerlein mit und an mir selbst durchf\u00fchrte, und aufgrund derer sich der Verdacht erh\u00e4rtete, dass ich da zwanghaft etwas wiederhole, um fr\u00fchkindliche Erlebnisse zu verarbeiten. So bleibt die ann\u00e4hernde Erkenntnis und die Selbsterfahrung, der endg\u00fcltige Beweis allerdings bleibt verschollen. Jedoch, m\u00fcsste ich den Restzweifel benennen, so w\u00fcrde es sich gegen null im Promillebereich bewegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tagespflegefamilie, die ich da aufsuchen musste, und bei der sich allerh\u00f6chstwahrscheinlich dieser uns\u00e4gliche sexuelle Missbrauch zugetragen hatte, befand sich in Stuttgart-Birkach. Tats\u00e4chlich scheint diese Frau L., dort immer noch zu leben, ihr Sohn, C., arbeitet offenbar f\u00fcr eine Bank. So viel lie\u00df sich im vergangenen Jahr ermitteln, als ich eine virtuelle Reise in diese Ecke des Landes, dieser Stadt, unternommen hatte. Nervenaufreibend war das schon. Und so ganz bin ich diese \u00fcberlebens-notwendigen Reaktionen auf diese Kette von Ereignissen auch nicht losgeworden bisher, wenngleich sich der Aufwand der letzten Jahre, und diese zwanghaften Wiederholungen gelohnt hatten. Es ist wie beim H\u00e4uten: Es dauert eine gewisse Zeit, es ist ein Kraftakt, man hat keine Hilfe, h\u00f6chstens Hilfsmittel, und es ist unumg\u00e4nglich, wenn man sich weiter entwickeln will.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist vielleicht schon so, falls etwas dran ist an diesem Konzept der Wiedergeburt, und an der Theorie, dass man Altlasten aus vorigen Leben, eben ins aktuelle aufgeb\u00fcrdet bekommt. Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, dass ja nach der Tortur in jenem Viertel der schw\u00e4bischen Landeshauptstadt, das Spiel nicht zu Ende war, sondern nur die Gegenspieler ausgetauscht wurden, und folglich Bereiche abgedeckt, die nur mit Pr\u00e4zision und allerdings weitaus berechnender Niedertr\u00e4chtigkeit, erreicht wurden. Psychische K\u00f6rperverletzung, nennt man das im Fachjargon. Doch es ist ein \u00e4hnliches Spiel, wie bereits erw\u00e4hnt, auch daran zu erkennen, dass wiederum zwanghafte Verhaltensmuster durchgef\u00fchrt wurden, um den Stress zu bew\u00e4ltigen, der endg\u00fcltige Beweis jedoch in emotional verankert, in meinem Seelenleben zu finden ist. Ausschlie\u00dflich. Fast. Um ein Haar w\u00e4re ich komplett mit leeren H\u00e4nden dagestanden. Allerdings gelang es mir, letztes Jahr Beweise zu sichern. Das ist eine gro\u00dfe Erleichterung, und diese tragen trotz aller Widerspr\u00fcchlichkeit, zum Heilungsprozess bei. Das ist der Vorteil an langen, toxischen Beziehungen, (vermeintliches) Vertrauen flie\u00dft in beide Richtungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">G. war eine Herausforderung, so viel ist sicher. Und ich sehe im Geiste nun in nahezu tote, zumindest jedoch b\u00f6se schwarze Augen funkeln, erinnere mich dann aber auch daran: Es ist eine psychiatrisch diagnostizierbare, psychische St\u00f6rung die ihn Zeit seines Lebens zu dem gemacht hat, wer er ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was den Rest der Familie angeht, m\u00fcssen die Karten nat\u00fcrlich neu gemischt werden. Jedoch bleiben die Karten dieselben, wenngleich das Spiel ein anderes ist. Ich kann mich auch hier nur ermahnen, um von \u00fcbertriebener H\u00e4rte abzusehen, denn diese Menschen, also meine vier Halbgeschwister, wurden ihr Leben lang manipuliert, &#8222;gegen mich&#8220; erzogen und die beiden j\u00fcngeren sind nahezu bis verschwindend gering, ohne den bewussten Einfluss unserer Mutter aufgezogen worden. Dennoch bleibt nat\u00fcrlich die jeweilige Selbstverantwortlichkeit. Die k\u00f6nnt ihr nicht abgeben, das muss euch doch klar sein. Und auch, wenn ihr das nicht wahrnehmen k\u00f6nnen werdet, das war schon wieder eine entgegenkommende Geste meinerseits.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genug davon.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Teil 3<\/h2>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Jenseits von Gut und B\u00f6se<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist ein riesiger Vorteil, aus einem Leben eine Autobiografie zu verfassen. Nicht im Vergleich zu gar nichts, das sowieso, seit dem Internetzeitalter gibt es das wahrscheinlich so gut wie gar nicht mehr, dass von jemand keinerlei Notiz genommen wird; nein, ich meine im Vergleich zu einer Biografie, durch eine(n) Dritte(n) erstellt. Hier, wie du eben feststellen konntest, ist der innere Prozess stets aktiv und quasi am k\u00f6cheln, und es findet direkt ein, wenn auch bis auf weiteres ein einseitiger Dialog statt. Das ist schon eine Hilfe, um vorw\u00e4rts zu kommen, wenn auch die Absicht und das Ziel &#8222;Loslassen&#8220; ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Loslassen, ja, das ist richtig gut. Es sammelt sich im Laufe von mehreren Jahrzehnten doch eine Menge an, nicht nur an Gegenst\u00e4nden. Fr\u00fcher, also vor hundert oder hundertzwanzig Jahren, hatten die Menschen hierzulande an die hundert Dinge. Mittlerweile sind es tausend oder mehr im Schnitt. Angeblich. Nat\u00fcrlich ist eine gro\u00dfe Hilfe, auch mal auszusortieren, nach so langer Zeit, also, Gegenst\u00e4nde, Beziehungen, unverarbeiteten Erinnerungen. Deshalb ja auch die Reduzierung des Freundeskreises durch fortschreitende Reflektion und pers\u00f6nliche Weiterentwicklung. Wir wollen nicht mehr haben, an Dingen, an Konflikten und Aufregungen. Verst\u00e4ndlich und nachvollziehbar. Wir leben unser Leben, es ist eine Freude zu sehen, wie viele Kinder gesund aufwachsen, auch wenn die Technik \u00fcberhandnimmt. Bitte versteh mich nicht richtig, als Instrument oder Werkzeug ist diese nat\u00fcrlich n\u00fctzlich, doch sie wird wohl mittlerweile als Suchtmittel und Ersatz eingesetzt, was doch bedenklich scheint, und daher sind solche Wege, wie sie die Regierung von Australien zu Beginn dieses Jahres 2026, eingeschlagen hatte, Soziale Medien f\u00fcr Kinder und Jugendliche zu verbieten, unterst\u00fctzenswert, wie ich finde. Nun ist das ja nicht der einzige Wendepunkt unserer Gesellschaft. Die Globalisierung. Die Bewegungsarmut. Weit verbreitetes \u00dcbergewicht. Der Alkoholkonsum. Das Rauchen. Die Drogen. Grenzkonflikte. Aber es wird gel\u00f6st werden, davon bin ich \u00fcberzeugt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ich einmal mittelgradig schizoaffektiv durch Augsburg marschierte, und die Frau eines Lokalpolitikers in einer Gastst\u00e4tte kennenlernte, und sie mir erz\u00e4hlte, dass ihr Angetrauter Sicherheitsfragen diskutieren w\u00fcrde, meinte ich, das macht nur Sinn, wenn man sich selbst sch\u00fctzen kann. Nun, wie ist das bei dir? Kannst du dich selbst sch\u00fctzen? Kannst du drohende Gefahren erkennen und abwenden, hereinst\u00fcrzende Konflikte bew\u00e4ltigen, und zwar nicht nur durch rohe Muskelkraft, sondern insbesondere durch Technik und List? Ja? Sehr gut. Ich vermute allerdings, dass der Gro\u00dfteil hier l\u00e4nger nachdenken m\u00fcsste, und wahrscheinlich vorher das Buch weglegen will. Danke, dass du weiterliest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist ganz einfach: Der Nutzen der Globalisierung ist ja nicht nur materiell sp\u00fcrbar, sondern insbesondere durch Vermischung der Kulturen greifbar. Meine Mutter hatte damals, als wir zu zweit in Stuttgart wohnten, ein Buch \u00fcber Jiu Jitsu im Regal, welches mich ma\u00dfgeblich besch\u00e4ftigt hatte. Stundenlang sa\u00df ich da, und studierte die Haltungen, die mir nat\u00fcrlich zu jenem Zeitpunkt noch nicht viel n\u00fctzten, doch den Weg bereiteten, um sp\u00e4ter und heute selbst in der Richtung aktiv zu werden, und zu wirken. Wie das konkret aussieht? An der Bushaltestelle baggert ein Mann eine Frau an, etwas ge\u00fcbt in der Kommunikationsf\u00e4higkeit, wie ich sie Frauen unterstelle und denke, von diesen gelernt zu haben, bewege ich mich unterbewusst im Dunstkreis des Geschehens. Es geht weiter, ich verwickle den jungen Mann in ein Gespr\u00e4ch, nachdem sich das M\u00e4dchen endlich etwas r\u00e4umlich distanziert hatte. Wo er herkommt, ich kenne seine Sprach nicht. Wo seine Freundin ist, und so weiter &#8230; und lasse dann wieder los. Es geht aber im Bus weiter: Der Mann l\u00e4sst das deutlich j\u00fcngere M\u00e4dchen nicht in Ruhe. Ich beobachte weiterhin, h\u00f6re zu, bleibe in der N\u00e4he, im sp\u00e4rlich besetzten Bus. Zuvor hatte ich einen Blick auf sein Smartphone-Display werfen k\u00f6nnen, welches er dem M\u00e4dchen, welches m\u00f6glicherweise aus seinem Kulturkreis kommen k\u00f6nnte, jedoch eine andere Sprache zu sprechen scheint, hinh\u00e4lt, damit sie die \u00dcbersetzung durch die App lesen kann. &#8222;Warum bist du so traurig?&#8220;, steht da zu lesen. Er n\u00e4hert sich ihr erneut an, ich habe genug gesehen und sage zu ihm, &#8222;Sie ist zu jung f\u00fcr dich.&#8220; Nicht, weil nur ich das meine, sondern weil sie um die vierzehn, f\u00fcnfzehn Jahre scheint, und er bestimmt an die zehn Jahre \u00e4lter. Er gibt mir recht, in dem er nickt und die vergebliche M\u00fche einsieht und zieht sich zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht nicht darum, jemandem vorzuschreiben, was er zu tun hat, wei\u00dft du, was ich meine? Es geht darum, korrekt zu sein, wahrhaftig dem Unterbewusstsein und der inneren Stimme zu folgen, und sich um Menschen zu k\u00fcmmern. Wo h\u00e4tte uns ein Verhalten von mir hingef\u00fchrt, wenn ich mich wom\u00f6glich zu Beginn der Ereignisse an der Bushaltestelle zwischen die beiden gedr\u00e4ngt hatte, weil ich mich in der Pflicht eines Gesetzesh\u00fcters gesehen haben k\u00f6nnte? Oder vergleichbares. Ich zeigte nur Pr\u00e4senz und beobachtete und begleitete. Und als sich der Verdacht erh\u00e4rtete, dass weder er lockerl\u00e4sst, noch sie sich wehren kann, griff ich behutsam ein, und appellierte durch korrektes Verhalten an seine Korrektheit. Deswegen ist es wichtig behutsam vorzugehen, um zu verstehen, wie beide ticken. Ist das ein Plan, um mich in einen Konflikt oder \u00dcberfall zu verwickeln, ist er auf Drogen oder betrunken, kann sie sich selbst verteidigen, all sowas muss bedacht &#8211; erf\u00fchlt -werden, wenn man nicht auf ein Unheil zu steuern will. Das kann man lernen. Und praktizieren. Ein Weg das anzugehen, ist asiatische Bewegungslehre und Medizin, und dann selbstverantwortliches Handeln und Reflektieren, um zusehends im Moment verweilen zu k\u00f6nnen, und nicht konstant von Sehns\u00fcchten geplagt zu werden. Es ist in der eben geschilderten, l\u00e4ngeren Situation keine Hilfe, wenn ich seine Versuche, dem M\u00e4dchen n\u00e4her zu kommen, untergraben will, um dann selbst zu punkten und ihr n\u00e4her zu kommen. Das d\u00fcrfte jeder verstehen, der bei Verstand ist. Und wenn S\u00fcchte, auch psychischer Natur im Spiel sind, dann wird es schnell gef\u00e4hrlich. Und dann helfen die Techniken der asiatischen Bewegungslehre, Yoga reicht dann wom\u00f6glich nicht aus. Es ist zwar eine Hilfe, wenn es darum geht, sicher aufzutreten und allein dadurch abzuschrecken, dass man eben nicht zur\u00fcckweicht, doch kommt es zum Fall der F\u00e4lle, ist Technik gefragt und nicht zwingend nur Muskelkraft. Und deshalb sollten wir alle &#8211; insbesondere Frauen &#8211; die fern\u00f6stlichen Techniken (immer weiter) lernen und studieren. Auch wenn es befremdlich wirken mag f\u00fcr die Anfangszeit, und zun\u00e4chst kein tieferer Sinn ersichtlich. Wobei ich mir letzteres nur schwer vorstellen kann, vor allem wenn ich da an den Song von C\u00e9line und Paula Hartmann denke, der ja ein bereits seit tausenden von Jahren herrschendes Problem thematisiert; &#8222;3 Sekunden&#8220; meine ich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun, zuletzt hatte ich insbesondere Frauen und solche, die welche werden wollen (w\u00fcrden), angesprochen. Wie sieht es um uns M\u00e4nner aus? Angeblich geht der Schaden, der von Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung ausgeht, gesch\u00e4tzt in die Milliarden. Und wenn es um blo\u00dfe Kraftanstrengung geht, sehen wir im Spiegel auch meist ganz gut aus. Nur machen wir gelegentlich einen Fehler, wir kennen uns zu wenig. So, beispielsweise in Stresssituationen. Berichten zufolge starren wir dann auf unsere Widersacher, was manche schon als &#8222;Blick-ficken&#8220; bezeichnen sollen, und sich daraufhin schon angegriffen f\u00fchlen. Nun, geht so ein Konflikt in die n\u00e4chste Runde, stehen wir, je nachdem aus welchem Kulturkreis der Mann kommt, vor einer gro\u00dfen Unbekannten, und das sieht dann so aus, dass manche Iraner beispielsweise Karate in der Schule lernen, manche Russen ihre Freunde holen, manche Araber v\u00f6llig austicken und sich \u00fcberhaupt nicht mehr beherrschen k\u00f6nnen, und dann ist guter Rat teuer, Handlungsgeschick unbezahlbar. Was bringt mir dann ein virtueller Chatpartner, die Aff\u00e4re in der Nachbarstadt, wenn ich alleine unterwegs bin. Hast du dich auch schon mal gefragt, wer dir im Dunkel entgegenkommt, und ob der den kennt, der da hinter dir ebenfalls in diese Stra\u00dfe eingebogen ist? Zugegeben, jetzt wird es paranoid, na, das Risperidon wirkt schon noch, bei mir ist die Welt in Ordnung; das war jetzt auch mal ein Sinneseindruck aus einer paranoiden schizoaffektiven Phase, in einer Situation nachts um elf in einer Seitenstra\u00dfe in M\u00fcnchen Stadt. Aber wie geht es dir gerade? Wie f\u00fchlst du dich im zurzeit, und was denkst du jetzt im Moment?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles gut, ist ja blo\u00df ein Buch, wenn es dann aber ein Film wird, greift dein Freund oder deine Freundin im Kino vielleicht jetzt gerade nach deiner Hand. Wer wei\u00df?<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Ankerplatz gesucht<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, die Populisten, die machen jetzt weiter. Die kennen kein Pardon. Danke, Mutti, dass du mich so wirklich erzogen und geleitet hattest. Deine Fehler habe ich gesp\u00fcrt, deine pauschale Entschuldigung habe ich zur Kenntnis genommen, das Feedback dazu konnte ich dir allerdings ja nicht mitteilen. Gottes Wille? Teufels Wille? Schicksal? Die Ahnen? Da ungef\u00e4hr waren wir ja schon einmal, weiter vorne, ich erweitere nun den Kreis. Es ist das R\u00e4tsel schlechthin, aber wir machen was wir wollen. Und ich will Richtung Sizilien. Kein One-Way-Zugticket, wie im Traum, diese Reise mit meiner potentiellen Frau nach Japan zu unternehmen und dort dann den Lebensabend zu verbringen &#8230; nein, vielleicht ist das zu viel, und zu weit, und zu umst\u00e4ndlich. Von M\u00fcnchen aus in vierundzwanzig Stunden, zuerst mit dem Nachtzug nach Rom, dort einmal umsteigen, indem man den Bahnhof wechselt, und vielleicht doch eine Nacht direkt in Italiens Hauptstadt verbringt &#8230; und dann weiter nach Sizilien. Wo genau hin, das verrate ich hier nicht. Bitte um Nachsicht, nur eines verrate ich als Tipp: Die Dokureihe, &#8222;Die Welt der Gew\u00fcrze&#8220; als Inspirationsquelle. Und dann ein bisschen ankern, ein bisschen genie\u00dfen, ein bisschen arbeiten, leben eben, dolce sowieso. Wahrscheinlich kichern jetzt Italienerinnen und Italiener. \ud83d\ude00<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also, so einen alternativen Ankerplatz w\u00fcnsche ich mir f\u00fcr mein Leben sehr. Nachdem ich den Beginn meiner Kindheit in einer Gro\u00dfstadt zugebracht hatte, und dann die darauffolgende Zeit auf dem Land, wenn auch nun nicht wirklich abseits vom Leben, so wei\u00df ich beides zu sch\u00e4tzen. Auch die sechs, sieben Wochen in Pemmering neulich, in einem Airbnb-Zimmer, waren sehr angenehm zur Abwechslung, und zeigten mir, dass ich das gelegentlich brauche, und nicht zwingend immer mit konkretem Ausl\u00f6ser, wie zu jener Zeit. Wald und Wiesen, oder das Meer und ein Vulkan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu braucht es nat\u00fcrlich Geld. Geld ist mir nicht so wichtig, obwohl ich es auch gerne verdiene, und gerne auch ausgebe. In gewissem Rahmen sind R\u00fccklagen dann nat\u00fcrlich auch entspannend. Das ist ein bisschen in Schr\u00e4glage gekommen, wobei die Formulierung &#8222;ein bisschen&#8220; etwas untertrieben ist. Diese emotionale und auch bis heute andauernde finanzielle Abh\u00e4ngigkeit von G. und der \u00f6ffentlichen Hand tat das ihre dazu bei, und ich f\u00fcgte mich meinem Schicksal. Nun unternehme ich seit ein paar Jahren wieder kreative Anstrengungen, um die Abh\u00e4ngigkeit zu verlagern, und zu verteilen. Unabh\u00e4ngig ist man ja nur, wenn man wirklich hohe R\u00fccklagen erwirtschaftet &#8211; oder geerbt hat, Immobilien besitzt und solche Dinge im Hintergrund f\u00fcr eine gewisse Sicherheit sorgen. Dieser Zustand des ewigen Geldflusses sollte nicht versiegen, so zumindest plane ich das f\u00fcr mich, was auch hei\u00dft, ich werde bis zu meinem Ableben arbeiten (was in meinem Fall so viel hei\u00dft, wie leben), doch die Frage ist wirklich, wie viel Besitz guttut. Vielleicht ist das auch eine Frage der Haltung und Einstellung. Was kann man schon besitzen, au\u00dfer sein Leben und Humor? Nun ja, Du wei\u00dft vielleicht, was ich meine, es geht darum Ruhe ins Leben zu bringen, wobei eben die Frage ist, ob Kontrolle und &#8211; jetzt nenn ich es einfach mal so &#8211; Besitz von materiellen G\u00fctern, Ruhe bringt, oder ob es dann nur noch darum geht, Mauern zu bauen und zu sch\u00fctzen. Gerade wieder in Pemmering wurde das gr\u00f6\u00dfte Grundst\u00fcck in der Stra\u00dfe von zwei aggressiven Hunden gesichert. Sowas w\u00fcrde f\u00fcr mich nat\u00fcrlich gar nicht gehen. Sollen Sie machen, aber dann lieber bescheiden und verdeckt leben, wei\u00dft du was ich meine?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Na gut.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Fremde (Ex-)Paare<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">U. W. war eine der wenigen Frauen, welche die Initiative ergriff, wenn es auch ein bisschen holprig dabei zu ging. Sie passte mich im Tropicana, in Albstadt-Ebingen, sp\u00e4tabends auf dem Weg zur Toilette ab. Sie &#8211; so viel wei\u00df ich heute dar\u00fcber &#8211; suchte eine Rebound-Aff\u00e4re, und wir v\u00f6gelten eine Zeitlang, zum Kummer ihres Exes H. H. einmal in deren Bett &#8211; sie wohnten noch zusammen. Es ist aber schon so, dass wir heute wieder Kontakt haben, irgendwie &#8211; aus mir noch unbekannten Gr\u00fcnden &#8211; griff ich den Kontakt neu auf. In Zeiten von Sozialen Medien nun ja nichts Ungew\u00f6hnliches, doch der Dialog zeigt mir R\u00e4tsel auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit ihrem Ex, ich erw\u00e4hnte ihn ja, freundete ich mich an. Er ist auch ein ungew\u00f6hnlicher Typ, und ich mag ihn immer noch, auch wenn der aktive Teil unserer Freundschaft aufgrund meiner damals jugendlichen H\u00e4rte eines Tages dann auch j\u00e4h zu Ende war. Aber solche Verhaltensweisen, wie mich am Arbeitsplatz zu besuchen, um zu sehen wie es mir w\u00e4hrend einer depressiven Phase so erging, fand und finde ich toll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiteres Paar, wo ich mit meinem Penis wohl f\u00fcr Trennungsabsichten des Mannes sorgte, folgte kurz darauf, ebenfalls in Balingen. Ich wei\u00df nicht mehr, wie die beiden hie\u00dfen &#8211; ich vermittelte ihnen einen Mobilfunkvertrag \u00fcber mein damaliges Promotion- und Beratungs-Gewerbe &#8211; doch es f\u00fchrte letztendlich dazu, dass sie sich nackt auf meinem Bett nieder und dann den Dingen ihren Lauf lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein drittes Mal, als ich mich bei einem Paar einmischte, war meine Entscheidung vordergr\u00fcndig. Ich konnte das nicht mit ansehen: Ein ebenfalls junges Paar mit Kind, er offenbar h\u00e4ufig am Kiffen und ihrem \u00e4u\u00dferst lebendigen Kind st\u00e4ndig in der Wohnung das Spielen und Erkunden verderben. Au\u00dferdem meine Intuition. Und dann nat\u00fcrlich meine Libido, die zwar durch die seit \u00fcber zehn Jahren an mir klebende Sexsucht, ebenfalls in Schr\u00e4glage war, doch dies war mir noch nicht klar, und im Alltag setze ich meine K\u00f6rper auf verschiedenen Ebenen ein, will sagen, das war die Zeit, in welcher ich in Augsburg zwanghaft sexuell ausgerichtete Angelegenheiten wiederholte, wie ich sie in eben als Kind &#8211; wie ich es weiter vorne schon beschrieb &#8211; wiederholte. Ich ruderte durch meinen Alltag, wie ein getriebener, doch ich nahm sie &#8211; die junge Deutsch-T\u00fcrkin &#8211; f\u00fcr ein paar Stunden mit in meine Welt. Sie nahm an und es reichte, um ihr Leben auf den Kopf zu stellen, und &#8211; zumindest meiner Ansicht nach, einiges wieder zurecht zu r\u00fccken, zumindest jedoch zur\u00fcck zu setzen. Das nachtr\u00e4gliche Verhalten von ihm &#8211; auch wenn es mir den Alltag gelegentlich etwas kompliziert gestaltete &#8211; gab mir zwingend recht. Manchmal braucht es Distanz. Auch &#8211; oder gelegentlich auch insbesondere &#8211; zwischen Vater und Sohn.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Jenseits von Gut und B\u00f6se (II)<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche Dinge und Verhaltensweisen, wie eben auch beschrieben, als ich mich bei fremden Paaren eingemischt hatte, oder mich f\u00fcgte, betrachte ich r\u00fcckwirkend schon als durch den Willen einer h\u00f6heren Macht, als instrumentalisiert. Nat\u00fcrlich ist mir klar, dass man das als Abgabe von selbstverantwortlichem Handeln betrachten kann, aber das liegt mir fern. Ich f\u00fcge mich den Zusammenh\u00e4ngen der Welt, auch wenn das gelegentlich bedeutet (hatte), die Dinge und Angelegenheiten, an meinem Ma\u00dfstab auszurichten. Ich wei\u00df, ich wei\u00df, man kann auch sagen, Richter und Henker in einer Person, aber ich sehe das unter dem Gesichtspunkt der Sozial-Courage und werte es insofern als selbstverantwortliches Handeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute l\u00e4uft das etwas anders ab, diese Sturm und Drang-Phase ist weitgehendst abgelegt und durchstanden, in diesen Tagen \u00fcbe ich mich eher in Nichteinmischung, auch weil ich das Wesen der Frau, und auch das des Mannes, besser verstehe, und die Sehns\u00fcchte, wie emotionalen Bedarf besser einordnen kann. Doch allerdings, wenn ich sehe, in welch maroden Verh\u00e4ltnissen Kinder teils &#8222;gehalten&#8220; werden, ist Schluss mit lustig. So viel steht fest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00f6here Macht, ja, ich meine damit unter anderem auch unseren Sexualtrieb. Ja, der ist uns zu eigen, wurzelt in uns, doch ist dies im \u00fcbergeordneten Sinn doch eine h\u00f6here Macht, die sich unserem Einfluss entzieht. Wir f\u00fcgen uns, auch wenn viele den Anschein erwecken, sie w\u00fcrden agieren. Solche uns\u00e4glichen \u00dcbergriffe, wie Vergewaltigungen sind schlicht und ergreifend, psychische Behinderungen und psychiatrisch ebenfalls diagnostizierbar in der Regel &#8211; ohne dies Verhalten zu entschuldigen. Dieses ist ein absolutes No-go, das ist klar. Auch diese Sexsucht nimmt teils Formen an, wie angeblich in meinem Freundeskreis geschehen, wo sich ein erwachsener Mann an einem Kind aufgeilt und dieses benutzt und missbraucht. Wie soll man damit umgehen? Ich muss zugeben, da bin ich auch \u00fcberfragt, und da ist es halt auch unsere Aufgabe, auf Nachbarn und Freunde ein Auge zu haben, und dann auch gelegentlich mal den Finger in die Wunde zu legen, und auf Missst\u00e4nde aufmerksam zu machen, insofern f\u00fchle ich mich, R. betreffend, auch so, als h\u00e4tte ich versagt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, h\u00f6here Macht, und fehlgeleitete Bed\u00fcrfnisse, bis hin zu Sucht. Es ist komplex, so viel ist klar. Und wenn man damit allein gelassen wird, ist es umso komplizierter, weil man meist gar nicht \u00fcber den Tellerrand hinaussieht, im Eifer des Gefechts. Und dann ist es passiert, und s\u00e4mtliche Grenzen wurden \u00fcberschritten, das gesellschaftliche Leben ist verpfuscht, und das des Kindes viel zu fr\u00fch \u00fcberstrapaziert. Doch wer tr\u00e4gt die Schuld? Diese Frage meine ich ernst. Wer ist schuld?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So sieht das eben aus, wenn man sich unbewusst seinem Leben hingibt, ohne dies als Vorwurf \u00fcbermitteln zu wollen. V. D. verweigert sich dagegen komplett. So kann man das Leben auch angehen. Diese uns\u00e4gliche Angst vor der Tiefe und dem Auseinandersetzen \u00fcber einen inneren, wohl von au\u00dfen zugef\u00fchrten Konflikt &#8211; vermutlich. Tragisch sind beide F\u00e4lle, wie ich finde, denn meines Erachtens, auch wenn das nun etwas wertend anmutet, liegen beide Leben in Scherben. Nat\u00fcrlich zu sp\u00e4t ist es erst, wenn im Bestattungsinstitut die Sargschrauben zugedreht werden, insofern bem\u00fche ich mich weiter. Doch es ist schon auch \u00e4rgerlich. Doch wer ist schuld? Ich wiederhole diese Frage, weil wir alle dazu neigen, zu sagen, jede\/jeder selbst. Und das ist halt die Frage, oder nicht? Ich lebe mein Leben weitestgehend allein, doch ich schrieb in diesem Kontext \u00f6fter &#8222;wir&#8220;. Und dieses wir schlie\u00dft alle ein. Jede und jeden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So viel dazu.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Teil 4<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Schule<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die ist f\u00fcr Sie, die ist f\u00fcr Sie&#8220;, sagte sie, von hinten an mich herantretend, auf offener Stra\u00dfe in Owingen, und streckte mir eine dunkelgr\u00fcne Schlangengurke hin. Ich war \u00fcberrascht. &#8222;Oh, habe ich die verloren&#8220;, meinte ich verwundert, und ging lustigerweise davon aus, dass mir diese Gurke aus dem Rucksack gefallen war. Es folgte der Beginn einer wundersamen Bekanntschaft. Wochen sp\u00e4ter, wieder in zu Hause in Bayern, ging ich meinen Bem\u00fchungen nach, mein Leben weiter aufzubauen, und ging eine Mappe durch die mir G. geschickt hatte. Das ist eben die Kehrseite: Vierzig Jahre lang hatte er diese aufbewahrt. Von mir gemalte Bilder aus der Grundschule. Dazwischen lang ein Blatt, auf dem offensichtlich meine Mutter die Namen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der zweiten Klasse in Groul notiert. Und da stand sie drauf: P. V. Seltsam. Diese Schulzeit blieb mir in Erinnerung, wie den anderen Sch\u00fclern wahrscheinlich auch: fragmentarisch. Konflikte im Klassenzimmer, Konflikte auf dem Pausenhof, und die Bundesjugendspiele. Sp\u00e4ter Erinnerungen er\u00f6ffnen dann Einblicke in den Unterricht, die Erkenntnis, dass ich offenbar ein Sp\u00e4tz\u00fcnder bin, was handwerkliche Arbeit, wie H\u00e4keln, angeht. Abgespeichert ist ebenfalls die Interpretation eines Blickes, unseres Klassenlehrers auf meine Schuhe. Ja, ich glaubte, er schaute auf meine dunkelblauen Wildlederschuhe, die ich zum ersten Mal an diesem Tag anhatte, und welche mir meine Mutter ohne meine Anwesenheit ausgesucht hatte. Ich trug sie auch nie wieder.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"864\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/thomaskrieber_com_7746-1024x864.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1041\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/thomaskrieber_com_7746-1024x864.jpg 1024w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/thomaskrieber_com_7746-300x253.jpg 300w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/thomaskrieber_com_7746-768x648.jpg 768w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/thomaskrieber_com_7746-1013x855.jpg 1013w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/thomaskrieber_com_7746.jpg 1088w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Circa 1981.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Begleitet durch diese Schulzeit hatten mich meine merkw\u00fcrdigen H\u00e4nde. Voller Warzen waren die gewesen, bis der angeheiratete Onkel U. G. einmal meinte, die \u00e4lteste Warze mit Sekundenkleber ersticken. Hatte funktioniert. Danke sehr. Au\u00dferdem hatte ich st\u00e4ndig rissige Finger an den Fingerspitzen, was ebenfalls ziemlich unangenehm, weil schmerzhaft, war. Adoptiv-Gro\u00dftante J. S. meinte, &#8222;Dr\u00fcberpinkeln.&#8220;, was ich sehr interessant fand; nicht nur die Aussage, sondern auch die Handlung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4ter ging es dann auf die weiterf\u00fchrende Schule in Haigerloch, welche damals ein Progymnasium war. Das ist eine Sonderform des Gymnasiums, und bietet nur Unterricht bis zur zehnten Klasse, was bedeutet, dass man wieder wechseln muss. Das tat ich nicht. Ich schrieb die zentralen Klassenarbeiten in der zehnten Klasse, ein Jahr sp\u00e4ter, als urspr\u00fcnglich geplant, und ging ab; ohne Pr\u00fcfung. Das wurde mir nahegelegt. Keiner verstand wie ich tickte, was mich selbst einschloss. Ich ahnte etwas, aufgrund meines Verhaltens im Fach Mathematik, kam aber nicht darauf, dieses Verhalten auf mein Leben umzulegen. Ich passte nicht auf, wenn Frau B. B. uns etwas Neues erkl\u00e4rte, sondern machte etwas anderes. Sp\u00e4ter, daheim, fand ich dann den Weg zur jeweiligen L\u00f6sung eigenst\u00e4ndig, mit einem gelegentlichen Blick ins Buch nat\u00fcrlich, heraus. So gefiel mir das. Erst vor wenigen Jahren begriff ich, dass ich das bin, was man Autodidakt nennt. Hm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also, ja. Die Zeit in Haigerloch war eine bewegte. Die schlechtesten Noten hatte ich in Franz\u00f6sisch, obwohl ich diese Sprache liebte, allerdings mit dem Lehrer Herrn K. nicht zurechtkam, ihn schlicht ignorierte. Mein Kryptonid sozusagen: fand ich keinen Zugang zur Lehrerin oder dem Lehrer, lernte ich nicht. \u00c4hnlich verhielt es sich in Chemie. Dort war mir zwar der Lehrer, Herr A. sympathisch, auch wenn er sich gelegentlich ins Hinterzimmer zur\u00fcckzog, um Alkohol zu trinken, doch die Materie interessierte mich einfach nicht. Mathematik rettete mich, und Sport und Englisch bei Herrn M., welcher uns auch ins Schullandheim begleitete. Er war mein Lieblingslehrer. Er war hart, aber gerecht. Bis heute zitiere ich ihn, mit seiner Haltung, die sich in der Aussage widerspiegelt: &#8222;Einmal ist keinmal, zwei Mal ist einmal zu viel.&#8220; Dabei ging es meist, um nicht erledigte Hausaufgaben. Es gab eigentlich r\u00fcckwirkend nur einen Lehrer, der sich als Feind entpuppte, weniger wegen seines offenbar p\u00e4dophilen Wesens, als wegen der Strafe, die er meinem Halbbruder A., dem \u00e4lteren der beiden, aufbrummte, weil dieser in der f\u00fcnften Klasse, zu Beginn seiner Laufbahn in dieser Schule, seine Hausaufgaben bei Herrn L. nicht gemacht hatte. &#8222;Damit es bei dir nicht einrei\u00dft, wie bei Thomas.&#8220;, war Herrn L. Begr\u00fcndung, welche mich, als ich das erfuhr, zur Wei\u00dfglut trieb. Na ja.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Progymnasium folgte die Berufsschule, ein Jahr Vollzeit, und als begleitende Ma\u00dfnahme, etwas Arbeit im Ausbildungsbetrieb. Nachdem ich urspr\u00fcnglich Fotografie lernen wollte, jedoch &#8211; wom\u00f6glich aufgrund mangelhafter Bewerbungen und viel Unwissenheit in dem Bereich &#8211; allerdings keinen Ausbildungsplatz finden konnte, entschied ich mich f\u00fcr den Beruf des Bauzeichners. Das war eine gute Entscheidung. Zeichnen hui, Technologie pfui, um das mal auf den Punkt zu bringen. Es brauchte mehrere Anl\u00e4ufe, und ich kam in der Zeit wirklich herum, Balingen, Hechingen, Rottenburg, Jungingen oder da in der N\u00e4he, Sch\u00f6mberg, Reutlingen und das Highlight, Biberach an der Riss. Eine Wahnsinnszeit. Im wahrsten Sinne des Wortes, wie ich ja schon eingehend beschrieben hatte, und die eine sehr bewegte Phase meines Lebens. Wunderbar. In dieser Zeit bin auch ich ordentlich gewachsen &#8211; innerlich nat\u00fcrlich. Der Beruf war eine rein gesellschaftliche Notwendigkeit, und sollte in meinem Leben eine untergeordnete Rolle spielen. Die Ausbildung und Praxis das reine Zeichnen und die Beherrschung der Feinmotorik durchs Erlernen der Normschrift dagegen war f\u00fcr mich unbezahlbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch mein soziales Leben startete neu durch, insbesondere aufgrund der weiten Kreise die ich durchs Land zog, allen voran der die Berufsschule in Biberach, circa achtzig Kilometer entfernt und die in Bl\u00f6cken abgehalten wurden; das hei\u00dft, die meisten Sch\u00fcler dort lebten im Wohnheim auf dem Schulgel\u00e4nde in diesen Phasen. W-u-n-d-e-r-b-a-r-s-t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es gibt nat\u00fcrlich auch tragische Vorf\u00e4lle, wie jedem klar sein d\u00fcrfte, und manchmal passiert wirklich das Schlimmste: Mein Kollege, wir besuchten die Vollzeitberufsschule in Balingen zusammen und kannten uns schon vorher vom Sehen, Cem G\u00fcnyar fiel einfach eines Morgens im Bad tot um. Er hinterlie\u00df eine Frau, eine Schwester und, ich glaube, zwei T\u00f6chter. Dies hatte mir mein Herz zumindest angebrochen.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Arbeit<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es machte mir mitunter schon sehr fr\u00fch Freude zu arbeiten. Zwar f\u00fchrte ich nicht wirklich jede T\u00e4tigkeit gerne aus, es &#8211; und da schlie\u00dft sich ein Kreis &#8211; es kam eben darauf an, mit wem ich auch arbeitete, und wie sehr mich das forderte. Meinen ersten Job hatte ich als Zeitungsaustr\u00e4ger, dann einer der sch\u00f6nsten in der Teppichabteilung eines Einrichtungshauses in Owingen, daraufhin in einem Landschafts- und Gartenbaubetrieb, es folgte wieder das M\u00f6belhaus mit Arbeit als M\u00f6bel-Auslieferer- und Montage-Dienstler, als ich \u00e4lter war dann f\u00fcr l\u00e4nger ebenfalls in jenem Unternehmen in der Lampenabteilung und als Verk\u00e4ufer von Gartenm\u00f6beln, und letzteres war recht anspruchsvoll und ich konnte viel lernen, insbesondere \u00fcber meine Eigenwilligkeit in beruflicher Hinsicht und auch viel, im Umgang mit Menschen. Deutsches Rotes Kreuz war eine weitere Station und dann eben noch Gastronomie, dort bin ich dann auch mal umfassender eingestiegen. Ernst wurde es dann in der Mobilfunkbranche, als Berater, Promoter und Merchandiser, und f\u00fcr die Technikhotline eines Pay-Television-Senders. Zu dieser Zeit wechselte ich dann allm\u00e4hlich nach Augsburg in Bayern \u00fcber, wof\u00fcr ich mir tats\u00e4chlich Zeit lie\u00df. Der letzte Job, den ich aus\u00fcbte und allerdings nicht \u00fcber die Probezeit hinauskam, war ein Hybridjob in der Terminvergabe und an der Bar eine Physiozentrums. Das sollte es das dann auch gewesen sein, was Festanstellungen oder zumindest Teilzeitjobs anging. Es folgten nur noch Praktika und Ehren\u00e4mter, und eben wieder selbstst\u00e4ndige beziehungsweise gewerbliche T\u00e4tigkeiten, wo ich mich allerdings auch \u00fcber ein Jahr erst entwickeln und grundlegend orientieren musste. Der springende Punkt ist einfach gewesen, dass ich durch diesen narzisstischen Sand im Getriebe einfach mich dahingehend entwickelt und reagiert hatte, dass ich mich f\u00fcr die Allgemeinheit &#8211; pers\u00f6nlich, wie beruflich &#8211; zwischen den Ebenen bewegt hatte, um nicht greifbar zu sein, was um ein Haar in einen endg\u00fcltigen Teufelskreis gem\u00fcndet h\u00e4tte, w\u00e4ren da nicht Jahrzehnte lang Gespr\u00e4che mit Psychologinnen und Psychologen und auch P\u00e4dagogen gewesen. Diesen habe ich meinen Dank durchaus schon \u00fcbermittelt, eben im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch, doch ich werde nicht m\u00fcde dies hiermit auch noch einmal zu tun. Danke sehr, vielen herzlichen Dank, Claudia K\u00e4fer, Jasmina Metz, Astrid Thome, Herr Schmid, Wolfgang Wolfrum, Thomas Truxa, und manch eine oder einen in den vielen Kliniken, deren Namen ich umst\u00e4ndehalber nicht l\u00e4nger speichern konnte. Haben Sie vielen Dank.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"708\" height=\"1024\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779r-708x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1042\" srcset=\"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779r-708x1024.jpg 708w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779r-208x300.jpg 208w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779r-768x1110.jpg 768w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779r-1063x1536.jpg 1063w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779r-592x855.jpg 592w, https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/img20260126_14043779r.jpg 1190w\" sizes=\"(max-width: 708px) 100vw, 708px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun, das war das. Das Kapitel ist abgeschlossen, nun geht es darum Kapital aus der ganzen Geschichte zu ziehen. Das sagte bereits Aristoteles angeblich, wie ich vor einer Stunde in der Begegnungsst\u00e4tte, hier im Viertel auf einem Zettel des Kalenders lesen konnte: So frei nach dem Motto, wenn Talent und Bed\u00fcrfnisse der Welt zusammenkommen, dann spricht man von Berufung&#8220;. Wie ich in meinem Vorstellungstext auf der R\u00fcckseite dieses Buches schon verdeutlicht habe, orientiere ich mich eher oder vielmehr zu fern\u00f6stlicher Philosophie, mehr noch, ich bin sogar \u00fcberzeugt davon, dass meine Vorfahren teils \u00fcber das Land, teils \u00fcber die See, auch daherkommen, aber oft bringen es die alten Griechen und Perser auch auf den Punkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcrde mich freuen, wenn dein Weg und mein Weg sich doch noch einmal kreuzen, sei es durch ein weiteres Buch, vielleicht einen Film \u00fcber dieses oder jenes, ein schriftlicher Dialog, Kommentare in Sozialen Medien, es gibt so viele M\u00f6glichkeiten, lass sie uns gelegentlich nutzen, und den Riss zwischen deiner Welt und der meinen, falls es diesen wahrhaftig geben sollte, immer noch oder wieder, kitten. Stehen wir zusammenfassend in derselben Bubble, hoffe ich, du fandest die Reise bis hierhin ebenfalls spannend. Alles was jetzt kommt, ist eine Zugabe, und ein Geschenk:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besuche bitte die Website: <a href=\"https:\/\/thomasschmoll.ruchami.com\">thomasschmoll.ruchami.com<\/a>. Dort ist das Geschenk gelagert und zum Abholen bereit.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center is-style-small-text has-main-2-color has-text-color has-link-color wp-elements-081606acf0d937fc32ec2f16a27d5cef wp-block-paragraph\">&#8211; Ende &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Danksagung<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bitte, ihr, die ehrlich zu mir wart und seid, vielen herzlichen Dank. Ebenfalls sehr dankbar bin ich denen dich nicht ehrlich waren, denn sie haben mich richtig gefordert. Also, merci dir.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gr\u00f6\u00dfte Dankbarkeit allerdings gilt meinen Vorfahren, allen voran meiner Mutter und deren Mutter. Ich liebe euch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Familie Liener aus Owingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/link.deezer.com\/s\/32kgpWx55rOd88I8be5vU\">https:\/\/link.deezer.com\/s\/32kgpWx55rOd88I8be5vU<\/a><\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">01.02.2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thomas S., M\u00fcnchen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The long Way is short &#8211; Was mich in den Wahnsinn trieb Von Thomas S. 01.02.2026 (Rohfassung) BUCH I Teil<span class=\"more-dots\">&#8230;<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-992","page","type-page","status-publish","hentry","no-post-thumbnail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/992","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=992"}],"version-history":[{"count":28,"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/992\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1348,"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/992\/revisions\/1348"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/thelongwayisshort.com\/verrueckt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}